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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 3513 vom 10.08.2003, Kategorie Österreich

Österreichische Staatsmeiserschaften im Turnierschach 2003

Hartberg in der östlichen Steiermark war in diesem Jahr Austragungsort der österreichische Staatsmeisterschaft 2003. 16 Spieler – davon WGM Eva Moser als einzige Dame – hatten sich qualifiziert und haben das Turnier am 27. Juli begonnen. Leider zwang eine Erkältungskrankheit Eva Moser schon nach der ersten Runde das Turnier wieder zu beenden.

Zwei Tage später begannen dann 14 Damen mit ihrer Meisterschaft.

Das Herren-Turnier brachte keine besonderen Überraschungen. IM Niki Stanec, der mit Abstand elostärkste österreichische Spieler, beherrschte von Anfang an das Turnier und gab die nach fünf Runden übernommene Führung – drei Siege und zwei Remisen - nicht mehr wieder ab. Zwei weitere Kontrahenten verloren ihren Wettkampf gegen Stanec, der Rest endete Remis.

Der zweite Platz ging an IM Norbert Sommerbauer. Zwei Siege in den beiden ersten Runden und ein weiterer in Runde 10 reichten ihm für den geteilten zweiten Platz und die bessere Feinwertung.

IM Mag. Martin Neubauer erreichte den dritten Platz. Er schaffte vier Siege aus seinen 14 Wettkämpfen, verlor aber auch eine Partie.

Äußerst positiv ist der erst 15-jährige Markus Ragger aufgefallen. Zur Halbzeit des Turnieres, nach acht Runden, belegte er mit zwei Siegen, vier Unentschieden und einer Niederlage noch Rang vier. In den letzten sieben Runden reichte es leider nur noch zu drei weiteren Unentschieden. In der Endrangliste landete er auf dem 14. Platz, jedoch nur ein Punkt Rückstand auf Platz 7. Er ist sicherlich in Zukunft zu beachten.

Im Damenturnier gab es einen Generationswechsel. Die beiden jugendlichen Teilnehmerinnen besiegten die bisherigen Topspielerinnen.
1. Platz für WFM Anna-Christina Kopinits – 18 Jahre alt
2. Platz für Elisabeth Klinkan – 17 Jahre alt
und erst am 3. Platz WIM Helene Mira.
Sowohl Anna-Christina Kopinits, wie auch Elisabeth Klinkan erreichten jeweils sieben Siege. Sehr erfreulich, dass bei den Damen auch die Jugend im Vormarsch ist.

Der Aufenthalt im Gasthof Pack in Hartberg war für alle Spielerinnen und Spieler sehr angenehm. Alle fühlten sich sehr wohl und hatten auch die bei einem langen und anstrengenden Turnier nötige Ruhe. Karl Theny aus Fürstenfeld war verantwortlich, dass alle Schachpartien live im Internet mitverfolgt werden konnten. Ich hatte als Schiedsrichter des Turniers keinerlei Probleme. Dafür gebührt allen Turnierteilnehmern mein Dank.

Werner Stubenvoll