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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 1169 vom 01.10.1999, Kategorie Kolumne

Staatsmeisterschaft 1999 -Partiennachlese

Ernst Weinzettl (9526 Byte) Im siebenten Anlauf klappte es endlich für den sympathischen Niederösterreicher, dessen größter inländischer Erfolge bislang sein Sieg beim Semifinale zur Herrenstaatsmeisterschaft 1986 in St. Lambrecht war, aufs Treppchen zu klettern.

Über die Modalität des Stichkampfes, ob er überhaupt gespielt werden wird, oder der Titel gemeinsam an Stanec und Weinzettl vergeben werden wird, entscheidet sich erst bei einer ÖSB-Sitzung Ende Oktober.

Eine Partie des Co-Staatsmeisters

Weiß: IM E. Weinzettl (2420)

Schwarz: IM K. Mahdy (2332)

Schottisches Vierspringerspiel [C47]

Anm. I. Balinov

1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Sc3 Sf6 4. d4 exd4 5. Sxd4 Lb4 6. Sxc6 bxc6 7. Ld3 d5 8. exd5 cxd5 9. De2+ De7. Spielbar ist auch 9. ... Le7 10. Lg5 0–0 11. 0–0–0 Le6, oder 9. ... Le6 10. Lb5+ Kf8.

10. Lb5+. Versucht wurde auch 10. Dxe7+ Kxe7 11. Ld2 c6 12. 0–0–0 Le6 13. The1 The8 14. h3 Kf8 15. Sa4 Ld6 16. Le3 Sd7 17. La6 Tab8, und Schwarz steht zumindest nicht schlechter, Rublewski-Mogamedow, Kurgan 1993.

10. ... Ld7 11. Lxd7+ Sxd7 12. Dxe7+ Kxe7 13. Ld2 Sf6?!. Ausgleich versprach statt dessen 13. ... Sb6! 14. 0–0–0 The8 15. The1+ Kd7.

14. 0–0–0 Thd8?!. Elastischer war 14. ... The8!? 15. a3 Ld6 16. Sb5! (Keinen Vorteil verspricht 16. Lg5 c6 17. The1+ Kd7 18. Lxf6 gxf6 19. g3 Te6) 16. ... Kd7 17. Sxd6 Kxd6 18. Lf4+ Kc6, oder 14. ... c6 15. a3 Lc5, mit jeweils nur wenig besserem Spiel für Weiß.

15. a3 La5?!. Eine weitere kleine Ungenauigkeit, obwohl das weiße Spiel auch nach 15. ... Ld6 16. Sb5 Lc5 17. Lg5 c6 18. Sc7 Tac8 19. Sa6 Lb6 20. The1+ etwas vorzuziehen gewesen wäre.

16. b4! Lb6 17. Lg5 c6 18. The1+ Kf8. Auf 18. ... Kd7 folgt 19. Se4 (Weniger effizient ist 19. Lxf6 gxf6 20. Se4 Ke7) 19. ... Sxe4 20. Lxd8 Sxf2 21. Lxb6 axb6 22. Td2 Sg4 23. Kb2 mit Vorteil für Weiß.

19. Sa4.

DIA9939.GIF (5178 Byte)

19. ... Lc7?. Richtig war 19. ... Lxf2 20. Tf1 Lb6, worauf Schwarz sowohl nach:

A) 21. Lxf6 gxf6 (Möglich war auch 21. ... Le3+ 22. Kb2 gxf6 23. Txf6 a5 24. Kb3 axb4 25. axb4 Tdc8 26. Sb2 Tab8) 22. Txf6 Le3+ 23. Kb1 a5 24. Sb2 axb4 25. axb4 c5 26. Bxc5 Lxc5 27. Tf5 La3 28. Td3 Ta5, als auch nach

B) 21. Sxb6 21. ... axb6 22. Lxf6 gxf6 23. Txf6 Tac8 (Schlecht wäre 23. ... Txa3 wegen 24. Txc6 und Weiß hat deutlichen Vorteil.) 24. a4 Kg7 (Genauer als 24. ... Te8?! 25. Kd2 Te4 26. c3 Tc7 27. Te1 Txe1 28. Kxe1 mit besseren Endspielchancen für Weiß.) 25. Tdf1 Tc7 26. Kb2 Te8, mit nur wenig besserem Spiel für Weiß, gute Verteidigungschancen besessen hätte.

20. Sc5. Weiß steht nun spürbar besser.

20. ... Te8 21. Lxf6 gxf6 22. Txe8+ Txe8 23. Kd2 f5 24. h3 Lf4+. Sowohl die Abwicklung ins Leichtfigurenendspiel mittels

A) 24. ... Ke7?! 25. Te1+ Kd8 26. Txe8+ Kxe8 27. Kd3 Ke7 28. c4 Le5 29. Sb3, als auch

B) 24. ... Ld6!? 25. Sb3! Lc7 (Nicht besser ist 25. ... Le5 26. Kd3 h5 27. Sa5 Te6 28. Te1) 26. Sd4 Lb6 27. Sxc6 Lxf2 28. Kc3, überließe Weiß die deutlich besseren Chancen..

25. Kd3 Ld6 26. Sb3 Tc8 27. c4! dxc4+ 28. Kxc4 Lc7. 28. ... Ke7 gestattet es Weiß, mittels 29. Sd4 Kf6 30. Sxf5 Lxb4 31. axb4 Kxf5 32. Td7 Ke6 33. Txa7 in ein gewonnenes Turmendspiel abzuwickeln.

29. Sd4 Lb6. Auch nach 29. ... Td8 30. Td3 Lb6 31. f3 Lxd4 32. Txd4 Ke7 33. Txd8 Kxd8 34. Kd4 f6 (34. ... Kc7 35. Ke5 Kb6 36. Kxf5 Kb5 37. Ke5 a5 38. bxa5 Kxa5 39. Kd6 Kb5 40. a4+) 35. Ke3 Ke7 36. Kf4 Ke6 37. h4 h5 (37. ... a6 38. h5 h6 39. g3 a5 40. Bxa5 Kd5 41. a6) 38. g4 fxg4 39. fxg4 hxg4 40. Kxg4 und Weiß gewinnt, bleibt Schwarz ohne Verteidigung.

30. Sxf5 Te8. Oder 30. ... Lxf2 31. Td7 Lb6 32. Se7 Tc7 33. Txc7 Lxc7 34. Sxc6, und Weiß gewinnt mühelos.

31. Td2 Te4+ 32. Kd3 Tf4 33. Se3 a5 34. Bxa5 Lxa5 35. Tb2. Rasch gewann 35. Tc2! Ta4 36. Sc4.

35. ... c5 36. f3?! (Einfacher gewann 36. Tb8+ Kg7 37. Tb5) und Schwarz überschritt seine Bedenkzeit.


Wiener Schnellschachmeisterschaft:

Baumegger demoliert Konkurrenz

Siegfried Baumegger erwies sich bei der am 12.9. im Haus der Begegnung, Wien 15, ausgetragenen "Wiener Schnellschachmeisterschaft" der Konkurrenz als eine Nummer zu groß und gab lediglich gegen den zweitplacierten Oliver Staudner ein halbes Pünktchen ab.

1. IM S. Baumegger 8½; 2./3. FM O. Staudner, MK R. Todor je 7; 4./5. IM E. Weinzettl, IM K. Mahdy je 6½; 6.-10. FM M. Neubauer, FM H. Kummer, GM R. Lau, Z. Trkulja & A. Kirschner je 6 (58 Teilnehmer).

Die komplette Endtabelle finden Sie hier.


Ungarischer Doppelsieg in Wattens

Bei der 14. Auflage des Internationalen Schachopens in Wattens (28.8.-5.9.), zu dem sich 94 Teilnehmer eingefunden hatten, ging der Sieg mit 7 Punkten dank der besseren BH-Wertung an den ungarischen GM Peter Acs, vor seinem punktegleichen Landsmann GM Ivan Farago. Dahinter folgte ein Sextett, bestehend aus IM Viktor Kuporosow (RUS), GM Peter Haba (CZE), den deutschen GM's Eckhard Schmittdiel, Henrik Teske und dem tschechischen IM Serguei Vesselovsky, mit je 6½ Punkten.

Beste Österreicher wurden im geteilten 9.-19. Rang FM Werner Dür, ÖM Dieter Pilz, MK Harald Fürlinger und Siegfried Neuschmied (alle Tirol), mit je 6 Punkten.

Die komplette Endtabelle finden Sie hier.

ÖM Lothar Karrer