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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 1451 vom 28.07.2000, Kategorie Kolumne

IM Robert Ruck erzielt GM-Norm

2. Platz für IM Robert Ruck (10kb)

Oberwart – Partiennachlese (1)

IM Robert Ruck erzielt GM-Norm

Wenig spektakulär, doch stets positionell fundiert – und auch mit etwas Glück -, sicherte sich der ungarische IM in einem Quintett mit je 7 Punkten aus 9 Partien dank der besten BH-Wertung Rang 2 ...

Foto: IM Robert Ruck erhält von Internatsleiter AR Manfred Preininger den Pokal für den zweiten Rang überreicht. Zwischen den beiden IS Gertrude Wagner und Bürgermeister RegRat Michael Racz.

Weiß: IM R. Ruck (HUN/2489)

Schwarz: IM W. Wittmann (AUT/2380)

Königsindisch [E62]

Anm.: GM R. Ruck

1. Sf3 Sf6 2. c4 g6 3. g3 Lg7 4. Lg2 0–0 5. d4 d6 6. 0–0 c6 7. Sc3 a6 8. e4 Lg4 9. h3 Lxf3 10. Lxf3 Sfd7 11. Le2?!. Besser und natürlicher geschah 11. Le3.

11. ... b5. Ausgleich versprach 11. ... Db6 12. Le3 (12. d5) 12. ... Dxb2 13. Sa4 Da3 14. Lc1 Db4 15. Ld2.

12. Le3 b4. Auch nach 12. ... Sb6 13. cxb5 axb5 14. Db3 e6 steht Weiß um eine Spur besser.

13. Sa4 Sb6. Vorteilhaft für Weiß ist 13. ... e5 14. dxe5 dxe5 15. c5, doch kam 13. ... Dc7 14. f4 mit etwas besserem Spiel für Weiß in Betracht.

14. c5. Gut war auch 14. f4!?.

14. ... Sxa4. Falls 14. ... dxc5, so 15. Sxc5 nebst Tc1 und der c-Bauer wird schwach.

15. Dxa4 dxc5. Gegenüber 15. ... a5?! 16. cxd6 Dxd6 17. e5, und Weiß hat deutlichen Vorteil, das geringere Übel.

16. dxc5 a5. Nach 16. ... Lxb2 wäre 17. Tad1 Dc8 18. Dxb4 recht unangenehm für Schwarz.

17. Tad1! Dc7. Auf 17. ... Dc8 folgt 18. Lg4, und falls hierauf 18. ... f5?, so 19. exf5 gxf5 20. Lf3, worauf sich sich 20. ... Lxb2? wegen 21. Db3+ verbietet.

18. Td2 Td8 19. Tfd1?!. Den Vorzug verdiente 19. Lf4 Dc8 (19. ... e5?! 20. Txd8+ Dxd8 21. Td1 Dc7 22. Le3 nimmt dem schwarzen Läufer jegliche Perspektive.) 20. Txd8+ Dxd8 21. Td1 Dc8 22. Lg4

19. ... Txd2 20. Txd2 Sd7 21. Kg2 Lf8!. Mit der Idee, nach 22. ... e6 den Bc5 aufs Korn zu nehmen.

22. Dd1 Ta7. Nach 22. ... Sf6 23. Lf3 hätte Weiß einen zwar kleinen, jedoch dauerhaften Vorteil. 23. Dc2 a4?. Klar besser war 23. ... e6 24. Lf4 Se5.

24. Td4! b3. Keineswegs besser war 24. ... Da5 25. Dd2 Sxc5 26. Tc4 Td7 (26. ... e5 beantwortet Weiß vorteilhaft mit 27. Dc1) 27. Dxb4 Dxb4 28. Txb4.

25. axb3 axb3 26. Dxb3 Sxc5 27. Dc2 Se6 28. Tc4 Tb7. 28. ... Ta6 kostet nach 29. Tc3 den Bc6.

29. Txc6 De5.

Diagramm (6kb)

30. Dc3?!. Spektakulär, jedoch weniger gut als 30. Lc4! Txb2. Andere Züge sind nicht besser. Man prüfe:

A) 30. ... Sd4 31. Lxf7+ Kxf7 32. Dc4+ Se6 33. b3 und Weiß hat deutlichen Vorteil, oder;

B) 30. ... Dxb2 31. Dxb2 Txb2 32. Tc8 g5 (Alles andere verliert, z.B. 32. ... Tc2 33. Lxe6; 32. ... Kg7 33. Lxe6 fxe6 34. Ld4+; 32. ... Sg7 33. Lc5 Tb7 34. Ld5 Td7 35. Lc6 Td1 36. Lxe7 Se6 37. Ld5 Kg7 38. Lxf8+ Sxf8 39. Tc7) 33. Lxe6 fxe6 34. Lxg5 Kf7 und der weiße Mehrbauer muß entscheiden.

Aber auch nach 30. b3 Sd4 31. Lxd4 Dxd4 hat Weiß ungeachtet der ungleichfarbigen Läufern dank seines Mehrbauern gutes Spiel.

30. ... Dxe4+. Jedoch nicht 30. ... Dxc3 31. bxc3 und Weiß konsolidiert seinen Vorteil.

31. Lf3 Db4 Die einzige Verteidigung! 32. Txe6 fxe6 33. De5! Kf7!. Schwarz verteidigt sich äußerst geschickt. Nach 33. ... Tb8 34. Ld4! Kf7 oder 34. ... Tb6 hätte sich Weiß jeweils mit 35. Dh8 deutlich in Vorteil gesetzt.

34. Lxb7?!. Nach 34. Ld4 Td7 35. Lc3 wäre das weiße Spiel noch immer klar vorzuziehen gewesen.

34. ... Dxb7+ 35. Kh2 Lg7 36. Df4+ Kg8?!. Bessere Verteidigungschancen bot 36. ... Lf6.

37. b4!. Hierauf steht Weiß wieder deutlich besser.

37. ... Lf6 38. Dc4 h5?. Besser, wenn auch ebenfalls vorteilhaft für Weiß war 38. ... Dd5 39. Dc5 mit der Absicht, den b-Bauern auf die Reise zu schicken!.

39. h4. Stark war auch 39. Dxe6+ Kg7 40. Lc5 (Weniger gut, doch ebenfalls vorteilhaft für Weiß war auch 40. Db6 De4 41. h4 Lxh4 42. b5 Lf6 43. Dc6) 40. ... h4 41. gxh4.

39. ... Df3 40. Dxe6+ Kg7 41. b5. Weiß steht nun klar auf Gewinn.

41. ... g5 42. hxg5 Lxg5 43. Lxg5. Am nachhaltigsten, obwohl der Anziehende auch mit 43. Dc6 Dg4 44. f3 Df5 45. Dc5 e5 46. Lxg5 Dxg5 47. f4 sicher den ganzen Punkt eingefahren hätte.

43. ... Dxf2+ 44. Kh3 Df1+ 45. Kh2 Df2+ 46. Kh3 Df1+ 47. Kh4 Dh1+ 48. Dh3 De4+. Ebenso verliert 48. ... Dd1 49. Lxe7 oder; 48. ... Dd5 49. Df1.

49. Lf4. Einfacher geschah 49. Kxh5 Dh7+ 50. Kg4 De4+ 51. Lf4 Dg6+ (Oder 51. ... De6+ 52. Kh4 Df6+ 53. Lg5 und Schwarz ist mit seinem Latein am Ende.) 52. Kf3 Dd3+ 53. Kf2 und Schwarz ist um eine vernünftige Fortsetzung verlegen.

49. ... Kf6. Auf 49. ... Kg6 entscheidet 50. Df1 (Stark war auch 50. b6 ) 50. ... e5 51. Dc1 exf4 52. Dc6+.

50. Df1 e5 51. Kh3! Kg6 52. Ld2 Dg4+ 53. Kg2 h4 54. Dd3+ e4. 54. ... Kg7 beantwortet Weiß mit 55. De3.

55. Dd6+ Kh7 56. Dh6+ Kg8 57. Dg5+. Schwarz gab auf.


Moser und Balinov spielen in Dresden auf

GM Balinov WFM Moser

Die Kärntnerin Eva Moser überrascht im Damen-Einladungsturnier, in dem sie nach 6 Runden mit 5 Punkten, vor der topgesetzten WGM E. Wasiljewitsch (UKR/2429) 4½, der sie in der 4. Runde eine Niederlage zufügte, gefolgt von der deutschen Hoffnungsträgerin WIM E. Pähtz und P. Pazakova (CZE), je 3½, die alleinige Führung innehat.

Rg

Titel

Name

ELO

FED

Pkte

SB

1.

WFM

E. Moser

2332

AUT

5

13.00

2.

WGM

T. Wasiljewitsch

2429

UKR

9.25

3.

WIM

E. Pähtz

2343

GER

9.75

4.

WIM

P. Mazakova

2319

CZE

8.25

5.

WFM

J. Shour

2215

RUS

3

7½0

6.

WGM

N. Kiselewa

2323

UKR

8½0

7.

WFM

J. Nill

2206

GER

6½0

8.

WIM

M. Olbrich

2296

GER

6.25

9.

 

L. Helm

2124

GER

2

5.75

10.

 

U. Heymann

2213

GER

1

2.75

WZ-Mitarbeiter GM Ilia Balinov ist unmittelbar nach Beendigung des Oberwarter Opens zum Internationalen Dresdner Open geeilt, wo er nach 6 Runden hinter dem entfesselt aufspielenden deutschen GM Ralf Lau (6) mit 5 Punkten (Niederlage gegen Ralf) mit IM A. Naumann, IM Dirk Henning, GM Lev Gutman, FM H.-J. Vatter, IM M. Kopylow, GM M. Salajew, GM W. Uhlmann und FM R. Wendt unter 170 Teilnehmern Platz 2 teilt. Die Endstände finden Sie in unserer Rubrik Welt

ÖM Lothar Karrer