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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 1499 vom 01.09.2000, Kategorie Kolumne

Überraschungssieger in Schwarzach

Der als #7 gesetzte, für Schwarzach spielende kroatische Legionär IM Dinko Brumen entschied die 15. Auflage des tradionellen Opens mit 6½ für sich. Dabei hatte es IM Oliver Lehner in der Schlusspartie gegen Brumen in der Hand, selbst den Siegerscheck von ATS 30.000,- zu gewinnen, erkämpfte er sich doch im Mittelspiel entscheidenden Vorteil. Brumen nutzte jedoch zwei kleine Ungenauigkeiten von Lehner und rettete so das Remis, den Turniersieg und das größte Preisgeld seiner bisherigen Schachlaufbahn.

Die weitere Reihung (39 Teilnehmer): 2. GM Ilia Balinov (Bulgarien) 3. GM Janis Klovans (Lettland) 4. GM Michail Iwanow 5. GM Wladimir Burmakin (beide RUS), 6. IM Oliver Lehner (AUT), 7. IM Dan Zoler (Israel) und 8. FM Georgi Garkaukas (Litauen) alle 6 Punkte. Die kompletten Endtabellen aller Gruppen und noch weitere kommentierte Partien finden Sie in unserer Rubrik "Österreich" 

Sieger IM Dinko Brumen

Links: 2. Platz für GM Ilia Balinov

Im B-Turnier (58 Teilnehmer) siegte der Steyrer Dietmar Blasl aufgrund der besseren BH-Wertung vor dem Salzburger Jugendspieler Thomas Mroz, je 7½ Punkte, gefolgt von P. Mooslechner (S), A. Grundner (S), F. Krumhals (St), M. Van Essen (NED) und D. Delmarko (T), alle 6 Punkte (58 Teilnehmer).

Im erstmals angebotenen C-Turnier (57 Teilnehmer) sah mit Helmut Flatz (ASK Salzburg) und Dieter Koller (Mondsee) einen Salzburger Doppelsieg, Platz 3 belegte der Reichenhaller Heinz Purwin.

Die Handschrift des Siegers

Weiß: IM D. Brumen (CRO/2430)

Schwarz: IM D. Zoler (2526)

Trompovsky-Angriff [A45]

Anm.: GM I. Balinov

1. d4 Sf6 2. Lg5 e6 3. e4 h6 4. Lxf6 Dxf6 5. Sc3 d6 6. Dd2 Sd7. Versucht wurde auch

1) 6. ... g6 7. f4 De7 8. Sf3 Lg7 9. 0–0–0 a6 10. Ld3 Sd7 11. f5 e5 12. Sd5 Dd8 13. dxe5 Sxe5 14. Thf1 c6 15. Se3 0–0 16. Sxe5 Lxe5 17. Sg4 1–0 ,Benjamin-Yermolinsky ,USA ch. 1994.; 6. ... g5 7. Lc4!? Sc6 8. Sge2 Lg7 9. Td1 Ld7 10. 0–0 0–0–0 (Nach 10. ... 0–0 11. De3 nebst f4-f4 käme Weiß rasch zu einem Übergewicht am Königsflügel.) 11. Sb5! (Weniger effizient war 11. b4 g4 12. b5 Sa5 13. Ld3 h5) 11. ... a6 12. Sa3 (mit der Absicht mit c2-c3 nebst b2-b4 fortzufahren) 12. ... g4! 13. f4 gxf3 14. Txf3 De7 15. c3 h5 16. Tdf1 Tdf8 17. b4 Sa7 18. Sc2 Lh6 19. De1 Kb8 20. Ld3 Lc6!" 21. Sf4 Tfg8 (21. ... e5 22. Sxh5!) 22. d5 (22. Sxh5 f5!) 22. ... Le8 23. Df2 Lg7 (Zu beachten war 23. ... h4!? ) 24. Sd4! Ld7 25. dxe6 Lxd4 26. cxd4 fxe6 27. e5 Lc6 28. Sg6 (28. Tg3 h4) und nun geschah in Anand-Karpow, Lausanne (m/6) 28. ... Dd8?? 29. Sxh8 mit Vorteil für Weiß. Richtig war statt dessen 28. ... Txg6 29. Lxg6 (29. Tf8+ verbietet sich wegen 29. ... Sc8! 30. Lxg6 Txf8 31. Dxf8 Dg5 und Schwarz gewinnt.) 29. ... Lxf3 30. Dxf3 dxe5 31. dxe5 Sc6 (Ebenfalls unklar ist 31. ... Dxb4 32. Df6) 32. Df6 mit unklaren Verwicklungen.

7. f4. Möglich ist auch 7. 0–0–0 a6 8. f4 g5 9. g3 Lg7 (Oder 9. ... De7 10. h4 gxf4 11. gxf4 Sb6 12. Sf3 Ld7 13. Ld3 0–0–0 14. h5 Kb8 15. Dh2 Tc8 16. Thg1 c5 17. d5 exd5 18. exd5 c4 mit geringfügig besserem Spiel für Weiß.) 10. Sh3 De7 11. Kb1 b5 12. Lg2 Lb7 13. e5 0–0–0 14. a3 b4 15. Lxb7+ Kxb7 16. Se4 dxe5 17. fxe5 Sxe5 18. Dg2 Sc6 19. Sc5+ Kb6 20. De2 Txd4 21. Dxa6+ Kxc5 22. Sf2 Tb8 23. Txd4 Lxd4 24. Se4+ Kd5 25. Te1 f5 26. Sd2 Dc5 27. De2 e5 28. g4 Sa5 29. Df3+ Kd6 30. gxf5 Dd5 31. De2 Kd7 32. f6 Tf8 33. Tf1 Sb7 34. Dh5 Tf7 35. Dxh6 Dg2 36. Dg6 Sd6 37. Dd3 Dxh2 38. c3 bxc3 39. bxc3 Lb6 40. Sc4 Dh7 41. Dxh7 Txh7 42. Sxd6 Th8 43. Sf7 Tb8 44. Kc2 Le3 45. Sxe5+ Ke6 46. Sc6. Remis, Hodgson-Rasuwajew, EuClub Cup qual Gp 1997 (46).

7. ... a6 8. Sf3 g6 9. 0–0–0 Lg7?!. Besser geschah 9. ... De7 10. e5 d5 11. h4 h5 12. Sg5 Sb6 mit völlig gleichem Spiel, Dunnington-Lerner,Cappelle 1996.

10. e5 De7 11. d5. Zu beachten war 11. h4!?.

11. ... dxe5 12. dxe6

12. ... Dxe6?. Nach dem besseren 12. ... fxe6! 13. Ld3 0–0 14. Lxg6 exf4 15. The1 c6 wäre nicht klar gewesen, ob der Anziehende für den Minusbauern ausreichende Kompensation besessen hätte.

13. Sxe5 Lxe5 14. fxe5 0–0. Auch nach 14. ... Kf8 15. Sd5 Tb8 (Auch andere Züge sind nicht besser, z.B. 15. ... Ta7? 16. Df2 b6 17. Sf4 Df5 18. e6, oder 15. ... Dxe5 16. Te1 Dd6 17. Dc3 und Weiß gewinnt.) 16. Sxc7 Dxe5 17. Sd5 Kg7 18. Te1 hätte Weiß deutlichen Vorteil besessen.

15. Dxh6 Sxe5 16. Te1. Noch stärker war 16. Le2!?.

16. ... b5 17. Te4. Und verdiente 17. h4! Den Vorzug.

17. ... Sg4. Ebenso verliert 17. ... Td8 18. Th4 Df6 19. Se4 Dg7 20. Dg5.

18. Dh4. 18. Txe6 Sxh6 19. Te7 c5 20. Ld3 Lf5 hätte hingegen jedweden Vorteil aus der Hand gegeben.

18. ... Se5. Oder 18. ... Df5 19. Le2 Sf2 20. Tf1 Sxe4 21. Sxe4 (Dies ist noch stärker als 21. Txf5 Sxc3 22. Tf2 Sxe2+ 23. Txe2, obwohl auch dies gewinnt) 21. ... g5 22. Sxg5 Dg6 23. Tf6 Dg7 und Weiß gewinnt.

19. Te3 Dg4 20. Dh6 f6. Sofort verliert 20. ... Te8 wegen 21. Sd5 Te6 (21. ... Df5 22. Th3) 22. Txe5] 21. Sd5 Hierauf konnte Schwarz getrost aufgeben. [Jedoch nicht 21. Th3 wegen 21. ... Dg5+ und Schwarz kann noch Widerstand leisten.

21. ... Dd4 22. Se7+ Kf7 23. Sxg6! Dxe3+ [Erzwungen, denn 23. ... Sxg6 verbot sich wegen 24. Dh7 matt.

24. Dxe3 Sxg6 25. Ld3. Gut war auch 25. Dc5!.

25. ... Se5 26. Le4 c6 27. Tf1 Le6 28. b3 Tae8 29. Db6 Th8 30. h3 Th4 31. Dc7+ Kg8 32. g4 Txh3 33. g5! Th4 34. gxf6 Lf7 35. Tg1+ Kh8 36. Lxc6 Tf8 37. De7 und Schwarz gab auf. 


Stanec siegt auch in Währing

Ohne gefordert zu werden, holte sich Abonnement-Staatsmeister IM Niki Stanec mit 7 Punkten aus 9 Partien den alleinigen Sieg.

2.-5.: IM E. Weinzettl, IM R. Lendwai, ÖM J. Wallner & MK C. Fusi, alle 6½; 6.-7. FM H. Schneider-Zimmer & FM K. Neumeier je; 9.-13. A. Dückstein, H. Wohlfahrt, W. Posch & F. Zuser alle 5½ Punkte.
Die komplette Endtabelle finden Sie in unserer Rubrik "Österreich" 

ÖM Lothar Karrer