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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 1691 vom 01.12.2000, Kategorie Kolumne

GM Klinger ist zurück

Nach mehrjähriger Abwesenheit vom Schach meldete sich "Pepi" Josef Klinger jun., nach dem Tod von Karl Robatsch Österreichs einziger GM, mit einer eindrucksvollen Bilanz (4½ aus 5; TPR 2639) zurück. Der B'hofener verstärkt seit heuer den Aufsteiger der Staatsliga B-Mitte-Mannschaft Sparkasse Schwarzach, wo er neben GM Hans-Joachim Hecht und Neo-IM Dinko Brumen für den sportlichen Höhenflug verantwortlich zeichnet. Das zweitplacierte Team von Wüstenrot Salzburg weist nach 5 Runden bereits einen Rückstand von 5 Punkten auf!

Vater dieses sensationellen Erfolges ist ohne Zweifel Schwarzach-Obman, HS-Direktor a.D. Herbert Höllhuber. Mangels potenter Sponsoren organisiert er Jahr für Jahr das "Schwarzacher Open", um die Überschüsse in den Meisterschaftsbewerb zu investieren.

GM Klinger (8kb) GM Hecht (8kb) IM Brumen (8kb) Herbert Höllhuber (12 kb)

Verlorener Sohn:GM Klinger

GM H.-J. Hecht

IM D. Brumen

Herbert Höllhuber.

Stand nach der 5. Runde

Rg. Mannschaft + = - Pkt. MP
1 Spk. Schwarzach 5 0 0 24 10
2 Wüstenrot Salzburg 3 0 2 19 6
3 Spg. Sauwald 4 1 0 18 9
4 St. Valentin 3 2 0 18 8
5 Grieskirchen 3 1 1 17½ 7
6 Ach/Burghausen 2 2 1 14 6
7 Stein/Steyr 1 0 4 13½ 2
8 Hartkirchen 1 0 4 13 2
9 Ranshofen 1 2 2 12½ 4
10 ASK Salzburg 1 1 3 12½ 3
11 Freistadt 1 0 4 10 2
12 Traun 67 0 1 4 8 1

Weiß: GM J. Klinger (2425)

Schwarz: FM H. Holzmann (2210)

Sizilianisch [B26]

Anm.: GM I. Balinov

1. e4 c5 2. Sc3 Sc6 3. g3 g6 4. d3 Lg7 5. Le3 d6 6. Dd2 Tb8 7. Lg2 Sd4. Schwarz vermeidet die Hauptfortsetzung 7. ... b5 8. f4 b4 9. Sd1.

8. Sd1 e5. Günstig für Weiß ist 8. ... b5 9. c3 Sc6 10. Sf3 b4 11. 0–0 La6 12. Te1 Db6 13. d4 bxc3 14. bxc3 Sa5 15. dxc5 dxc5 16. Dd5 Tc8 17. Se5 Lxe5 18. Dxe5 Sf6 19. Lh6, Peszteicz-Forintos, Zalakaros 1996.

9. c3 Sc6. Interessant ist 9. ... Se6 10. Se2 Se7 11. d4 0–0 12. f4 cxd4 13. cxd4 exd4 14. Sxd4 d5 15. Sxe6 Lxe6 16. Lxa7 Tc8 17. Lf2 dxe4 18. Dxd8 Tfxd8 19. Lxe4 Ld5 20. Lxd5 Sxd5 mit ausreichender Kompensation, Langier-Maiwald, Singapore 1990.

10. Se2 Lg4?!. Besser war 10. ... Sge7.

11. h3 Lxe2. Den Vorzug verdiente 11. ... Le6 12. d4 cxd4 13. cxd4 d5!.

12. Dxe2. Weiß steht bequemer.

12. ... Sge7 13. f4 0–0 14. 0–0 Kh8 15. h4. Etwas nachhaltiger war 15. fxe5! Lxe5 (Schwächer ist 15. ... Sxe5 16. d4) 16. Lh6 Lg7 17. Lxg7+ Kxg7 18. Se3.

15. ... exf4 16. Lxf4.

Diagramm (6kb)

16. ... Sg8?!. Zu passiv. Richtig war 16. ... f5!?, mit nur wenig besserem Spiel für Weiß.

17. Se3 Le5 18. Sg4 Lxf4 19. Txf4 h5?!. Schwächt lediglich den eigenen Königsflügel.

20. Se3 Kg7 21. Taf1 Se5?!. Eine weitere Ungenauigkeit. Geboten war 21. ... f6, obwohl auch dann das weiße Spiel klar vorzuziehen gewesen wäre.

22. d4 cxd4 23. cxd4 Sc6 24. Dc4 f6 25. Sd5 Sce7?. Ein weiterer Fehler. Nur mit 25. ... Dd7 26. Kh2 b5 27. Dd3 Sce7 28. Lh3 Dc6 29. Le6 konnte Schwarz noch Widerstand leisten.

26. Sc7!. Entscheidend!

36. ... Dc8 27. Se6+ Kh6. Nur wenig besser war 27. ... Kh8 28. Db3 Te8 29. d5 Sc6.

28. Db3 Te8 29. d5! Sc6 30. Lh3. Noch stärker war 30. De3! Kh7 31. Lh3 Kh8 32. dxc6.

30. ... Se5 31. Txf6! Txe6. Rasch verliert auch 31. ... Sxf6 32. De3+ Kh7 33. Sg5+ Kg7 34. Lxc8 Tbxc8 35. Se6+.

32. De3+ Kg7 33. Lxe6 Sxf6. Nicht besser war 33. ... Dc5 34. Dxc5 dxc5 35. Lxg8 Txg8 36. Te6] 34. Lxc8. In Zeitnot versäumt es Schwarz, rechtzeitig das Handtuch zu werfen.

34. ... Txc8 35. Dxa7 Tc7 36. Db6 Se8 37. a4 Sg4 38. a5 Te7 39. b4 Tc7 40. b5 Se5 41. a6 bxa6 42. bxa6. Schwarz gibt auf.


Mitropa-Cup: Kroatien führt in Charleville - Österreich hält sich sensationell

Dank einer glänzenden Leistung von WZ-Kommentator GM Ilia Balinov, der, ebenso wie der deutsche IM Jan Gustafsson, bei seinem Erstantreten für Österreich mit 3 ½ Punkten aus 5 Partien das bislang beste Ergebnis am Spitzenbrett erzielte, liegt Österreich, an Nr. 10 gesetzt, mit 8 Punkten und 2 Mannschaftssiegen (gegen Spitzenreiter Kroatien und die Slowakei) überraschend auf Platz 7.

Hier die Mannschaftsrgebnisse im einzelnen:

1. Runde am 25.11.2000 um 15 Uhr

Nr. Mannschaft - Mannschaft Erg. Erg.
1 Frankreich - Slowenien ½
2 Deutschland - Österreich
3 Ungarn - Italien
4 Schweiz - Tschechische Republik 4 0
5 Kroatien - Slowakei 3 1

2. Runde am 26.11.2000 um 15 Uhr

Nr. Mannschaft - Mannschaft Erg. Erg.
1 Slowenien - Slowakei
2 Tschechische Republik - Kroatien
3 Italien - Schweiz 2 2
4 Österreich - Ungarn 1 3
5 Frankreich - Deutschland 2 2

3. Runde am 27.11.2000 um 15 Uhr

Nr. Mannschaft - Mannschaft Erg. Erg.
1 Deutschland - Slowenien 3 1
2 Ungarn - Frankreich 2 2
3 Schweiz - Österreich ½
4 Kroatien - Italien ½
5 Slowakei - Tschechische Republik 1 3

4. Runde am 28.11.2000 um 15 Uhr

Nr. Mannschaft - Mannschaft Erg. Erg.
1 Slowenien - Tschechische Republik
2 Italien - Slowakei
3 Österreich - Kroatien
4 Frankreich - Schweiz 3 1
5 Deutschland - Ungarn

5. Runde am 29.11.2000 um 15 Uhr

Nr. Mannschaft - Mannschaft Erg. Erg.
1 Ungarn - Slowenien 3 1
2 Schweiz - Deutschland
3 Kroatien - Frankreich
4 Slowakei - Österreich
5 Tschechische Republik - Italien 3 1

Hier finden Sie die Spielerpaarungen und alle Partien im PGN-Format.

Stand nach der 5.Runde

Rg. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Pkt. MP
1 Kroatien *       3   13 8
2 Deutschland   * 2       3 12½ 9
3 Ungarn   * 2     3   3 12 7
4 Frankreich 2 2 * 3         12 6
5 Schweiz     1 * 4 2     12 5
6 Tschechische Republik       0 *   3 3 9 4
7 Österreich 1   ½   *     8 4
8 Italien ½     2 1   *   3
9 Slowakei 1         1 * 2
10 Slowenien   1 1 ½       * 2

Schach-WM (25.11-28.12.2000)

Die Berichterstattung über die Schach WM wird aktuell im Sportteil in der entscheidenden Phase nach der Übersiedlung nach Teheran  
einsetzen.

Link zum Veranstaler: FIDE-Schach-WM in Neu Delhi & Teheran

ÖM Lothar Karrer