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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 1811 vom 16.02.2001, Kategorie Kolumne

Friedrich Volkmann gewinnt IM Turnier in Wien.

Der Wiener Friedrich Volkmann spielte souverän und gewann mit 7,5 Punkten aus 11 Partien das IM-Turnier der Kategorie 5 (Elodurchschnitt zwischen 2350 und 2375). Er erfüllte damit seine letzte IM Norm. Punktegleich war IM Ernst Weinzettl ebenfalls aus Wien. Nach einem 6 Stunden Kampf in der letzten Runde erreichte Harald Schneider-Zinner seine erste IM Norm. Er belegte den 3. Rang. Pech hingegen hatte Rene Wukits gleichfalls aus Wien, der die IM Norm um einen Punkt verfehlte. Das Turnier hat gezeigt, dass es in Wien viele junge talentierte Spieler gibt, die sich mehr Veranstaltungen in dieser Art wünschen würden.

Der Endstand nach 11 Runden:
1-2. FM Friedrich Volkmann, IM Ernst Weinzettl 7,5 Punkte, 3-4. FM Harald Schneider-Zinner. IM Robert Tibensky 7 5. FM Rene Wukits 6, 6-8. FM Günter Miniböck, IM Vladimir Kostic 5 8-10. ÖM Joachim Wallner, FM Jürgen Brustkern, Zoran Trkulja 4.5, 11. FM Manfred Hangweyrer 4, 12. Christoph Fusi 3 Punkte.

Die Endtabelle finden Sie in unserer Rubrik "Österreich".

Weiß: FM Volkmann (2409)
Schwarz: FM Schneider-Zinner (2278)
IM-Turnier Wien 2001, 3. Runde
Anmerkung: GM I. Balinov

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Sf6 4.Lg5 in letzter Zeit ist 4.e5 populärer.

4...Lb4 4...Le7 5.e5 Sfd7 6.Lxe7 Dxe7 7.f4 0–0 8.Sf3 c5 wäre die andere Hauptfortsetzung.

5.e5 h6 6.Ld2 Lxc3 7.bxc3 Se4 8.Dg4 g6 die Alternative ist 8...Kf8 9.Ld3 Sxd2 10.Kxd2 c5 10...Dg5+ 11.Dxg5 hxg5 12.Tf1 Ke7 13.f4 gxf4 14.Sh3 Ld7 15.Sxf4 c5 16.h4 Sc6 17.Ke3 mit weissem Vorteil. 11.Sf3?! 11.h4! 11...Sc6 12.Df4 De7 13.a3 Ld7 14.Thb1 b6 15.De3 Sa5 16.Ke1 Tc8 mit Ausgleich. Anand-Ivanchuk, 1992. 16...c4 17.Le2 Ke8 mit der Idee Ke8-d8-c7 und Schwarz steht eine Spur besser.

9.Ld3 Sxd2 10.Kxd2 c5 11.h4 Da5 12.Sf3 Sc6 13.Df4 cxd4 14.Sxd4 14.h5!? dxc3+ 15.Ke2 g5 16.Df6 Tg8 17.Dxh6 g4 18.Sg5 Dc7 19.Sxf7 Dxf7 20.Lg6 Txg6 21.hxg6 Dg8 22.g7 und Weiß hat Übergewicht, A.Horvath-Naiditsch, Atom Cup 1998.

14...Sxd4 15.Dxd4 Ld7 16.a4 16.Thb1 Lc6 17.Tb4 0–0–0 18.Tab1 Td7 19.a4 Kb8 20.f3 Tc8 21.Ke2 Dd8 22.Kf2 Ka8 23.De3 h5 24.Kg1 Da5 mit Ausgleich, Hebden-Vaisser, Bern op. 1992.

16...Tc8 16...0–0–0 wie in der Partie Hebden-Vaisser.

17.Thb1 Dc7 18.Tb4 a6 18...0–0 verdient Aufmerksamkeit.

19.Tb6 Lc6 20.Tab1 De7?

Diagramm (6kb)

21.Lxa6! bxa6 22.Txc6 0–0 22...Txc6 23.Tb8+ Kd7 (23...Dd8 24.Txd8+ Kxd8 25.Da7 Tf8 26.Da8+ Tc8 27.Dxa6 Schwarz hat enormen Probleme. 24.Txh8 und Weiß steht überlegen.

23.Tbb6 23.Txa6 Tc4 24.De3 Dxh4 25.g3 Dh5 mit Gegenspiel.

23...Txc6 24.Txc6 Tb8!? Schwarz sucht Gegenspiel, anstatt sich passiv zu verteidigen. 24...a5 25.Ta6 besser ist 25.Tc5 Ta8 26.g3 mit weissem Vorteil 25...Tc8 26.Txa5 Tc4 27.De3 Dxh4 mit Gegenspiel 24...Ta8 25.a5 mit Vorteil Weiß.

25.Txa6 Tc8? Falsche Reihenfolge. [25...Da3!? 26.Df4 Tc8 27.De3 Tc4 und Schwarz hat schon aktives Gegenspiel. Zum Beispiel 28.h5 g5 28...Txa4? 29.Txa4 Dxa4 30.hxg6 fxg6 31.Dxh6 und Weiß gewinnt. 29.a5 d4! 30.cxd4 Db4+ 31.Kc1 Da4 und Schwarz steht auf Gewinn.

26.Ta7 Da3? der entscheidende Fehler in schwieriger Stellung.

27.Db4 Da1 28.Txf7 d4 28...Tc4 29.Df8#; 28...Kxf7 29.Db7+ Kf8 30.Dxc8+ und Weiß gewinnt.

29.Dxd4 1–0

ÖM Lothar Karrer / Heinz Herzog