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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 2362 vom 25.10.2002, Kategorie Kolumne

Kurzmeldungen aus aller Welt

Der Ex-FIDE Weltmeister Anand gewann den FIDE World Cup, der vom 9. bis 20. Oktober in Hyderabad (Indien) statt fand. Im Finale setzte er sich gegen den jungen Kasimdzhanov mit 1½-½ durch. Viel schwerer hatte er im Semifinale gegen Dreev zu kämpfen, die Entscheidung fiel erst in der sechsten Partie. Asiatischer Sieg auch bei den Damen: Die Chinesin Xu Yuhua gewann gegen die regierende Europameisterin Stefanova aus Bulgarien mit 1½-½.

Nach den beiden Ausrutschern in der 5. und 6. Partie nahm Kramnik kein Risiko gegen das Computerprogramm „Deep Fritz" auf sich und remisierte die letzten beiden Partien ziemlich leicht. Endstand 4-4. Alle freuen sich auf das nächste Duell.

Heute beginnt die Schacholympiade in Bled (Slowenien). Über 140 4-er Teams (mit 2 Ersatzspielern) bei den Herren und 100 3-er Teams (mit einer Ersatzspielerin) bei den Damen sind gemeldet. Für Österreich spielen IM Friedrich Volkmann Friedrich 2435, IM Martin Neubauer 2388, Georg Danner 2370, IM Siegfried Baumegger 2359, IM Franz Hoelzl 2372, bei den Damen WIM Helene Mira 2129, Sonja Sommer 2081, 3 WFM Maria Horvath 2059 und Anna-Christina Kopinits 2125. Die aktuellen Stände finden Sie auf unseren Schachseiten im Internet, Dipl Ing Heinz Herzog, mit dessen Programm „Swiss-Manager" auch die Auslosung stattfindet, wird für die WienerZeitung vor Ort sein.

Beim starken Essent Chess Turnier in Hoogeveen (Holland) vom 11. bis 19. Oktober gewann völlig überraschend der junge ungarische GM Peter Acs (Juniorenweltmeister 2001).

Endstand:

Hier zwei Gewinnpartien vom Sieger:

Weiß: Van Wely,L (2681)

Schwarz: Acs, P (2591)

Essent Crown Hoogeveen

Anmerkung: GM I. Balinov

1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.e3 0–0 5.Ld3 d5 6.cxd5 In der dritten Runde probierte Van Wely 6.Sf3 c5 7.0–0 Sc6 8.a3 Lxc3 9.bxc3 Dc7 10.cxd5 exd5 11.Sh4 Se7 12.a4 Le6 13.De1 Tac8 14.f3 cxd4 15.cxd4 Dc3 16.La3 Tfe8 und erreichte keinen Vorteil, Van Wely-Khalifman.

6...exd5 7.Sge2 Te8 8.0–0 Eine komplizierte Stellung entstand in der Partie A. Aleksandrov - Onishchuk, Poikovsky 2002: 8.Ld2 c5 9.a3 Lxc3 10.Lxc3 c4 11.Lc2 Sc6 12.0–0 a5 13.a4 Sb4 14.Lb1 Se4 15.Le1 b6.

8...Ld6 Gespielt wurde auch 8...Lf8 9.Ld2 a6 10.Dc2 Sbd7 11.Tad1 b5 12.Sg3 c5 mit beiderseitigen Chancen, Epishin-Bologan, Mainz 2002.

9.a3 Sg4 10.h3 Blauäugig gespielt. Besser wäre 10.Sf4 wie in der Partie: 10...c6 11.h3 Lxf4 12.exf4 Sf6 13.Le3 Sbd7 14.Df3 Sb6 15.b3 De7 16.Tfe1 mit weißem Vorteil, Obukhov-Ikonnikov V., Cheliabinsk 1989.

10...Sh2 11.Te1

11...Sf3+ 12.gxf3 Dg5+ 13.Kh1 13.Sg3 ist wegen 13...Lxg3 14.fxg3 Dxg3+ 15.Kh1 Dxh3+ 16.Kg1 Dg3+ 17.Kh1 Te6 18.e4 Tg6 mit baldigem Matt, schlecht. 13...Dh4 14.Sf4

Fritz 7 verteidigt leicht mit 14.Kg1 und Schwarz hat mit 14...Dg5+ Zugwiederholung. (Versuche auf Gewinn zu spielen: 14...Lxh3 15.f4 Lg4 16.Db3 Lf3 17.Sg3 Lxf4 18.Sce2; 14...Te6 15.Lf5; 14...Dxh3 15.Sf4 schlagen fehl.)

14...Lxh3 15.Scxd5 Zäher wäre: 15.Sg2 , Z.B. 15...Dxf2 16.Lf1 Sc6 (16...Dg3 17.f4 Lxg2+ 18.Lxg2 Lxf4 19.Kg1 Txe3 20.Ld2 ist unklar.)

15...Te6 Schwarz mobilisiert neue Kräfte für den Angriff.

16.Sxe6 Lf5+ Unerwartet und entscheidend. Das erwartete 16...Lxe6+ führt nach 17.Kg1 Dh2+ 18.Kf1 Lg3 19.Dd2 Lh3+ 20.Ke2 Dxf2+ 21.Kd1 Dxf3+ 22.De2 Dxd5 23.Tg1 Ld6 zu einer unklaren Stellung.

17.Kg1 Dh2+ 18.Kf1 Lg3 18...Lg3 19.fxg3 Lh3# schönes Matt!

0–1

Weiß: Khalifman,A (2690)

Schwarz: Acs, P (2591)

Essent Crown Hoogeveen

Anmerkung: GM I. Balinov

25...Tg3 26.Sa4 26.Ta4 sollte besser sein. 26...Tgxf3 (26...Tdxf3 27.Txc4 Db6 28.Sa4) 27.gxf3 Sh5 mit Kompensation.

26...Dd4 27.Tfd1 Lxe4 28.Lxe4 Sxe4 29.Sc3 Sd2 30.b6 Txg2+ 31.Kxg2 Dg7+ 32.Kh2 Sf3+ 33.Dxf3 Txf3 34.Tg1 Txf2+ 35.Kh1 Dd4 Auch hübsch! 0–1

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog