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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 3412 vom 28.03.2003, Kategorie Kolumne

Staatsliga Saison 2002/2003 zu Ende

Am 22 und 23 März fanden die letzten beiden Runden der Staatsliga B-West und B-Mitte statt. Im Unterschied zur Staatsliga B-Ost war die Frage nach dem Sieger und Aufsteiger für die Staatsliga A schon längst beantwortet. Die klaren Favoriten Sparkasse Schwarzach (West) und Union Ansfelden (Mitte) gewannen mit 6½ bzw. 6 Punkten Vorsprung mehr als deutlich. Beide Mannschaften sind stark besetzt und damit auch Kandidaten für den Meistertitel in der nächsten Saison. Hervorzuheben ist die Leistung des siebenfachen Staatsmeisters Niki Stanec (Union Ansfelden), der mit 10½ Punkten aus 11 Partien (!) und einer Eloperformance von 2771 (!) ein sensationelles Ergebnis erzielte. Alle Details finden Sie auf unseren Internetseiten in der Staatsliga-Rubrik.

Die Staatsliga Saison 2002/2003 im Überblick:

Hier noch eine Partie aus der 5. Runde, Maria Saal-Union Ansfelden.

Weiß: Buhmann, R. (2527)

Schwarz: Gyimesi, Z. (2556)

Staatsliga B-Mitte [E06]

Anmerkung: GM I. Balinov

1.Sf3 d5 2.d4 Sf6 3.c4 e6 4.g3 Die Katalanische- Eröffnung.

4...Lb4+ 5.Ld2 mit 5.Sc3 gelangt man zu einem Gambit in der Nimzoindischen-Verteidigung. 5...dxc4 und 5.Sbd2 werden auch oft gespielt.

5...Le7 Das ist eine moderne Eröffnungsidee: Schwarz schenkt ein Tempo her, dafür steht der weiße Läufer auf d2 nicht optimal.

6.Lg2 0-0 7.0-0 c6 Die Variante 7...dxc4 8.Dc2 a6 9.Dxc4 b5 10.Dc2 Lb7 die typisch für die Katalanische-Eröffnung ist, funktioniert jetzt wegen 11.La5 nicht.

8.Dc2 Nach 8.b3 b6 9.Lc3 La6 10.Se5 Sfd7 11.Sxd7 Sxd7 12.Sd2 könnte eine bekannte Stellung entstehen, die aber schon zur Damenindischen Verteidigung gehört.

8...b6 9.Lf4 La6 10.Sbd2 Sbd7 11.Tac1 eine Partie aus der letzten Großmeisterpraxis: 11.Tfd1 Tc8 12.Tac1 Sh5 13.e4 Sxf4 14.gxf4 Sf6 15.Se5 Sh5 16.Da4 Lxc4 17.Sxc6 b5 18.Da6 Txc6 19.Dxc6 Sxf4 mit starker Initiative für die Qualität, Radjabov-Topalov, Wijk aan Zee 2003.

11...Sh5 12.Se5 Oder 12.Le3 wie in der folgenden Partie: 12...Lb7 13.cxd5 exd5 14.Df5 g6 15.Dd3 a5 16.Tfe1 Te8 17.Lh6 c5 18.b3 Lf6 19.e3 Sg7 20.h4 mit dynamischem Gleichgewicht, Cifuentes Parada-Vehi Bach, Terres Catalanes 1997.

12...Tc8 13.Da4 Die lang forcierte Variante 13.Sxd7 Sxf4 14.Sxf8 Sxe2+ 15.Kh1 Lxf8 16.Tce1 Sxd4 17.Da4 Lxc4 18.Sxc4 dxc4 ist von Vorteil für Schwarz.

13...Sxf4 14.gxf4 Sb8 15.Dd1 15...Dd6 16.e3 c5 Ein flüchtiger Blick reicht, um festzustellen, dass Weiß aus der Eröffnung keinen Vorteil erlangen konnte. Mit seinem letzten Zug ergreift der Nachziehende sogar die Initiative.

17.dxc5 bxc5 18.Dh5 g6 19.Dh3 Lf6 20.Sdf3 Lxc4 21.Sxc4 dxc4 22.Txc4 Eine interessante Alternative wäre 22.Sg5 Lxg5 23.fxg5 Z.B. 23...De5 24.Txc4 Dxb2 (24...Dxg5 25.Dg3 De7 26.Tfc1) 25.Th4 h5 26.gxh6 Dxa2 27.Dg3 Db2 28.Dg5 mit Gegenspiel.

22...Da6 23.Tfc1 Auch nach 23.Tc2 Dxa2 24.Sg5 h5 hat Weiß keine Kompensation für den Minusbauern.

23...Lxb2 24.Sg5 h5 25.T1c2 Sd7 26.Lf1 Db6 27.a4 Lf6 28.Se4 Le7 29.Sg3 Sf6 30.e4 Tcd8 31.Le2 31.e5 bringt auch nicht viel: 31...Sd5 32.Se4 Sb4 33.Tc1 Td4 34.De3 Sd5.

31...Td4 32.Txd4 Die Suche nach Gegenspiel mit 32.f5 bleibt nach 32...exf5 33.exf5 h4 erfolglos.

32...cxd4 33.Lb5 a6 34.Ld3 Db3 35.Se2 Sxe4 35...Dxa4 war auch möglich.

36.Sxd4 Dxa4 37.Sc6 37.Sxe6 Tb8 38.Df3 Sf6 39.Sc5 Tb1+ 40.Kg2 Da1 mit entscheidendem Angriff.

37...Lf6 38.Kg2 Sc3 39.Df3 Kg7 40.Se5 Sd5 41.Le4 Lxe5 42.fxe5

f5! Starker Zug, der sofort gewinnt. Z.B. 42...f5 43.Ld3 (43.exf6+ Txf6; 43.Lxd5 Dxc2) 43...Sf4+ 44.Kg1 Da1+ 45.Lf1 Dxe5 0-1

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog