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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 4213 vom 30.10.2004, Kategorie Kolumne

36. Olympiade in Calvia/Mallorca!

Heute ging die 36. Schacholympiade in Calvia (auf der Insel Mallorca) zu Ende. Der Endstand lag bei Redaktionsschluss leider noch nicht vor, aber auf unseren Internetseiten ist er selbstverständlich verfügbar. Für den spanischen Organisator dienten die Schachseiten der Wiener-Zeitung auch als Quelle für das Bulletin und die offizielle Homepage der Olympiade!

Nach der dreizehnten Runde (eine Runde vor Schluss) führt bei den Herren Ukraine 36½ vor Russland 33½, Armenien 33, Österreich belegt Rang 61 mit 26½ Punkten, bei den Frauen steht China mit 29 Punkten bereits als Olympiasieger fest, gefolgt von USA und Russland jeweils 25½. Österreich belegt Rang 52 mit 19 Punkten.

Die Österreicher liegen wie erwartet im Mittelfeld. In Runde 10 und 11 gab es erfreuliche Siege vom Damen- und vom Herrenteam. Die Damen schlugen IBCA (Int. Braille Chess Association) und Kanada, die Herren feierten einen Kantersieg gegen die Faroer Inseln und gegen die favorisierten Iraner. Martin Neubauer spielte die ersten 9 Runden phantastisch und hätte in der zehnten Runde bei einem Sieg eine GM-Norm (Eloperformance größer 2600!) erzielt, leider endete die Partie remis und zwei Runden später (in der 11. Runde pausierte er) stellte er einzügig den Turm und somit die Chance auf eine GM-Norm ein. Hervorzuheben sind die Siege von Friedrich Volkmann gegen GM Colin McNab (Schottland) und von Herwig Pilaj gegen GM Robert Zelcic (Kroatien) und bei den Damen von Helene Mira gegen die Rumänin WIM Cristina Adela Foisor (2436).

Heute ein paar Ausschnitte von der Olympiade:

Gelfand (2693) – Georgiev (2625)

1...exd5 2.Sxd5 Sxd5? 2...Le6 war notwendig.

3.Sxf7! Kxf7 4.Lxd5+ Kg6 Oder 4...Le6 5.Dh5+ Kg8 6.Txe6 Sxe6 7.Lxe6+ Kh8 8.Lf5 h6 9.Dg6 Kg8 10.Le6+ Kh8 11.Lxh6 Dd4 (11...Lf6 12.Lxg7+ Lxg7 13.Dh5+ Lh6 14.Dxh6#) 12.Le3 Dd3 13.Lf5.

5.Te5! Lf5 Nach 5...h6 6.Dc2+ Kf6 7.Lxc4 läuft der weiße Angriff von selbst.

6.Txf5! Kxf5 7.Dh5+ Lg5 7...g5 8.Dxh7+ Kg4 9.h3#.

8.Dxh7+ Kf6 8...g6 9.Dh3+ Kf6 10.Lxg5+ Kxg5 11.Dh4+ Kf5 12.Df4#.

9.Lxg5+ Kxg5 10.Lf7!! Dd6 11.Dxg7+ Kf5 12.Lxe8 1–0

Harikrishna (2612) – Shabalov (2608)

1...Sxg2 2.f6! g5 2...Sf4 3.fxg7+ Kxg7 4.Lxd4+ cxd4 5.Tg3+

3.f7 Sf4 4.Ld5! Dxd5 5.Lxd4+ cxd4 6.Te8+ Kg7 7.f8D+ Kg6 8.Df3 Dxf3 9.Dg8+ Kh6 10.Te6+?? 10.Txf3 Tc1+ 11.Kf2 Tc2+ 12.Kf1 Tc1+ 13.Te1 und Weiß gewinnt.

10...Kh5?? Mit 10...Sg6 11.Txf3 Txg8 12.Th3+ Kg7 13.Ta3 a6 gewinnt jetzt Schwarz.

11.Dxh7+ Kg4 12.Txf3 Lxf3 13.Dd7! 1‑0

Nataf (2565) – Ostenstad (2506)

1...b6 2.f5! gxf5 3.Sxf5 exf5 4.Sxd5 Lg5 5.Tg3 Se6 6.Txg5! Sxg5 7.Sf6 Sxf3 7...De6 8.Ld5 (8.d5! Sxe5 9.dxe6+ Sxd3 10.Txd3+ Ke7 11.Sd5+) 8...De7 9.Lh4 mit entscheidendem Angriff.

8.Dxf3 8.Sxd7 Sxe1 9.Dxf5 wäre auch ausreichend, aber nicht so schnell.

8...Df7 8...De6 9.d5.

9.Dxc6 Tb8 10.Lh4 Lb7 11.Se8+ Kc8 12.Sd6# 1–0

Rozentalis (2595) - Vallejo Pons (2678)

1.Tae1 Txf2! 2.Dc8+ Nach 2.Txf2 Dxe1+ 3.Tf1 De3+ 4.Tf2 Kh7 ist Weiß zwar noch nicht matt, steht aber völlig verloren.

2...Kh7 3.Dxg4 3.Txf2 Dxe1+ 4.Tf1 Txg3+ 5.Lxg3 Dxg3#; 3.Txe4 Txf1+ 4.Kxf1 Df3+ 5.Kg1 Txe4.

3...Tg2+ 4.Kh1 Te2+ 0–1

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog