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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 4881 vom 16.02.2007, Kategorie Kolumne

Zwischenstand in der 2. Bundesliga

Die Entscheidungen in der 2. Bundesliga- rücken immer näher. In der Bundesliga Ost (Wien, Niederösterreich und Burgenland) führt nach 7 von 11 Runden OMV Pamhagen überzeugend mit 28 Punkten vor dem 1.Wiener Neustädter SV mit 25.

In der Bundesliga Mitte (Steiermark, Kärnten und Oberösterreich) gibt das Team von Styria Graz ebenfalls nach 7 Runden mit 26,5 Punkten den Ton vor SC Gleisdorf mit 24. Punkten an.

Im Westen (Vorarlberg, Tirol und Salzburg) kristallisiert sich ein Zweikampf zwischen Sparkasse Schwarzach (im Vorjahr freiwillig aus der 1. Bundesliga abgestiegen) und Mayrhofen/Zillertal heraus. Beide haben 31 Zähler drei Runden vor Schluss.

Unsere heutige Partie stammt aus der 1. Bundesliga vom Spitzenbrett von Semriach gegen Baden.

Beliavsky (2639) - Laznicka (2593)

1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 a6 5.e3 b5 6.cxd5 Schwarz löste in dieser Variante erfolgreich alle Probleme in der fünften Runde: 6.b3 Lg4 7.Le2 e6 8.0?0 Sbd7 9.h3 Lh5 10.Lb2 Ld6 11.Se5 Lxe2 12.Sxe2 bxc4 13.bxc4 0?0 14.Tb1 Dc7 15.Sxd7 Sxd7 16.c5 Le7 17.Da4 Tfb8 18.Lc3 Txb1 19.Txb1 Tb8 Remis, Laznicka - Kritz.

6...cxd5 7.Ld2 7.Ld3 führt meistens zu einer Zugumstellung.

7...e6 8.Ld3 Lb7 9.0?0 Sbd7 Flexibler ist 9...Ld6 nebst Rochade. Z.B: 10.Se2 0?0 11.a4 bxa4! 12.Dxa4 Sc6 13.b4 Se4 14.b5 axb5 15.Dxb5 Sxd2 16.Sxd2 Txa1 17.Txa1 Dc7 und Schwarz steht nicht schlechter, Mi.Gurevich - Dunis, Koriska Masters 2005.

10.Se2 Die Idee von Mikhaill Gurevich ist: Weiß bereitet a2-a4 vor. Auf b5-b4 folgt a4-a5, da der Springer vorzeitig auf e2 gespielt wurde.

10...Se4 11.a4 b4 Eine Alternative war 11...bxa4 12.Dxa4 Sxd2 13.Sxd2 Ld6.

12.a5 Ld6 13.Le1N Neuer Zug. Bekannt sind die Züge: 13.Da4 Sxd2 14.Sxd2 0?0 15.f4 De7 16.Sf3 Tfc8 mit Ausgleich, Gurevich - Bareev, Deutsche Bundesliga 1991 und 13.Lxb4!? Lxb4 14.Db3 Lxa5? (Zum Gleichgewicht führt 14...De7 15.Ta4 Sdc5 16.dxc5 Lxc5) 15.Dxb7 Tb8 16.Dxa6 Lc7 17.Dc6 mit Vorteil für Weiß, Grebionkin - Devyatkin, 2003.

13...0?0 14.Sd2 Db8 Beachtung verdient 14...Tc8!? Die Dame bleibt auf d8, von wo sie die Felder g5 und h4 im Visier hat. Beispiel: 15.f3 Dg5.

15.Kh1 Lc6 16.Sb3 Lb5 17.f3 Sef6 18.Lg3 Lxg3 19.Sxg3 Tc8 Präziser war 19...Lc4 und auf 20.e4 Db5 21.Sc1 (wie in der Partie), folgt 21...e5! mit Gleichgewicht.

20.e4 Lc4 21.e5 Se8 22.f4 Db5 23.Sc1 g6? Schwer zu glauben, dass dieser Zug ein entscheidender Fehler ist, aber Tatsache ist, dass der weiße Angriff danach ganz von allein rollt. Der junge Tscheche sollte vielleicht radikal vorgehen : 23...f5.

24.Sge2! Beliavsky braucht den g-Bauern um den Vorstoß f4-f5 durchführen zu können.

24...Sb8 In Richtung c6.

25.g4 Sc6 Oder 25...Sg7 26.f5 exf5 27.gxf5 Sc6 wie später in der Partie. Nach 27...Lxd3 28.Sxd3 Sxf5 29.Txf5 gxf5 30.Sg3 wäre die schwarze Lage kritisch.

26.f5 exf5 27.gxf5 Sg7 Nach 27...Sxa5 sollte Schwarz mit 28.e6 oder 28.Tf3 rechnen.

28.Dd2 Sxa5 29.f6 Se6 30.Tf3 Lxd3 31.Sxd3 g5 32.Tg1 Kh8 33.Th3 Sc4??

Diagramm

Kostet wichtige Zeit. Richtig war 33...Tg8 34.Sc5 g4 35.Th4 Sxc5 36.dxc5 (36.Dh6? Dd3) 36...Dc4 37.Sd4 Tg6 und Schwarz steht immer noch kritisch, aber die Hoffnung lebt.

34.Dd1 Tg8 35.Sc3! 1?0 Es droht 36.Txh7 Kxh7 37.Dh5 Matt.

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog