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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 5005 vom 21.09.2007, Kategorie Kolumne

Niedergang der Open-Turniere?

Oder die Wiederkehr der Normalität. Das ist eine Frage der Betrachtung - oder der Schachpolitik. Tatsache ist, dass bei vielen Open in Österreich ein Rückgang an Qualität und Professionalität zu merken ist. Der letzte Beweis dafür sind die Open in Schwarzach (1 Großmeister und 3 internationale Meister) und in Graz (2 GMs und 4 IMs). Weit zurück liegen die Zeiten, wo Spieler wie Beliavsky, Kozul, Razuvaev, Epishin, Malaniuk oder Van den Doel das Turnier in Graz so attraktiv machten. Einerseits schade, aber anderseits sind meiner Meinung nach die Open-Turniere fürs Amateurschach konzipiert und wie in allen Sportarten (Schach ist Sport) treten Profis gegen Profis und Amateure gegen Amateure an. Das wird tagtäglich in diesen Open-Veranstaltungen durchlebt. Daraus resultieren die Fragen: Wo soll die breite Masse gegen Schachprofis spielen? Und wie wird das finanziert? Die Schachentwicklung ohne Profis ist kaum vorstellbar. Doch zur Zeit bewegt die finanzielle Situation viele Profis zum Aufhören. Daher müssen Wege gefunden werden, damit Schach in Zukunft attraktiver wird!

Endstand in Schwarzach nach 9 Runden:
1. Platz für Harald Grötz aus Stockerau! Gratulation!
2.GM Zelcic,
3. FM Mader jeweils mit 7 Punkten.

Endstand in Graz nach 9 Runden:
1. GM Rabiega 7,
2.-3. die aufstrebenden Talente Mario Schachinger und Andreas Diermair mit jeweils 6,5 Punkten.

Löbler, H (2191) - Rabiega, R (2532)

Open Graz

1.d4 d5 2.c4 dxc4 Robert ist auch großer Anhänger der Tschigorin-Verteidigung. 2...Sc6.

3.Sf3 Sf6 4.e3 Lg4 5.Lxc4 e6 6.h3 6.Db3 Lxf3 7.gxf3 Sbd7 8.Dxb7 c5 gilt als gut für Schwarz.

6...Lh5 7.Sc3 a6 Alte Idee, die wieder aktuell geworden ist.

8.g4 Lg6 9.Se5 Sbd7 10.Sxg6 hxg6 11.g5 Sd5 12.Sxd5 12.e4 bringt keine Probleme für Schwarz: 12...Sxc3 13.bxc3 Le7 14.h4 b5 (14...c5!?) 15.Le2 Sb6.

12...exd5 13.Lxd5 c6 14.Lc4 Beachtung verdient 14.Lg2 Lb4+ 15.Kf1 Dxg5 16.d5.

14...Sb6! Präzise gespielt. 14...Dxg5 ist wegen 15.Db3! 0-0-0 16.Ld2 ungenau.

15.Lb3 Sehr spannend, aber am Ende doch ausgeglichen, verlief die folgende Partie: 15.Lf1 Dxg5 16.Db3 Dd5 17.Dxb6 Dxh1 18.Dxb7 Td8 19.Ld2 Ld6 20.Tc1 Txh3 21.Dxc6+ Ke7 22.Ke2 Th2 23.Dxh1 Txh1 24.Tc6 Tb8 25.b3 Tb5 26.e4 a5 27.e5 Lb4 28.Lg5+ Kd7 29.Ta6 Tb8 30.Lg2 Te1+ 31.Kd3 Td1+ 32.Ke3 Te1+ 33.Kd3 Td1+ 34.Ke3 Te1+ 35.Kf3 Th8 36.Kg3 f6 37.Le3 Ke7 38.Ta7+ Ke6 39.Txg7 fxe5 40.Txg6+ Kf7 41.Tg5 exd4 42.Lxd4 Td8 43.Ld5+ 1/2-1/2 Chuchelov - Krush, 2005.

15...Dxg5 16.Df3 Lb4+ 17.Kf1 Das Endspiel 17.Ld2 Lxd2+ 18.Kxd2 Df6 19.Dxf6 gxf6 20.h4 sollte eine Spur besser für Weiß sein.

17...0-0-0 18.Lxf7?! Mutig und riskant. Wie auch 18.Dxf7. Zum Beispiel: 18...Db5+ 19.Kg2 Dg5+ 20.Kf1 Tdf8 21.Dxg7 Dh4 22.Le6+ Kb8 23.De5+ Ka7 24.f4 Th5 25.De4 Sd5 oder aber 18.a3 Ld6 19.e4 Db5+ 20.Kg2.

18...Thf8 19.Le6+ Kb8 20.Dg4 De7 21.a3 Genauer war 21.Lb3 Sd5 22.Kg2.

21...Ld6 22.Tg1 Tf6 23.La2 Tdf8 24.Tg2 Tf3 Mit 24...Sd5 25.Kg1 Df7 26.f4 De7 könnte der Springer den Angriff unterstützen.

25.e4? Wahrscheinlich der Verlustzug. Richtig war 25.Kg1!

25...Df6! 26.e5 Txf2+ 27.Kg1 Tf1+ 28.Kh2 Lc7 29.Lg5

Diagramm

Auf 29.Dg5 folgt 29...Dxg5 30.Txg5 Td1 und auf 29.Tb1 Sd7!! und auf 30.Lg5 Sxe5 31.dxe5 Lxe5+.

29...Lxe5+! 30.dxe5 Dxe5+ 0-1

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog