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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 5018 vom 19.10.2007, Kategorie Kolumne

Senioren WM in Gmunden

Im Schatten der Weltmeisterschaft in Mexiko verlief vom 16. bis 29. September die Seniorenweltmeisterschaft in Gmunden. Parallel zum Hauptwettbewerb organisierten die Veranstalter ein Simultanspiel mit Putins Herausforderer und Ex-Weltmeister Gary Kasparow und eine Blitznacht mit den fünf Weltklassespielerinnen Kostiniuk, Krush, Pähtz, Jackova und Eva Moser! Daneben lief noch ein 7-rundiges Open, das Davit Shengelia überlegen gewonnen hat.

Aber zurück zur WM. Für Viele überraschend, vielleicht auch für ihn selbst, befand sich Georg "Schorsch" Danner mitten im Seniorengefecht! Wer hätte das gedacht! Aber wie wir ihn alle kennen, seine unbegrenzte Liebe zum Spiel würde ihn auch nicht daran hindern, sogar bei U18 anzutreten! Er kämpfte die ganze Zeit an vordersten Front, und mit ein bisschen mehr Glück bei der Auslosung der letzten Runde wäre eine Medaille möglich gewesen!

Bei den Damen startete Helene Mira unsicher, holte dann kräftig auf, verlor aber die wichtige Partie in der letzten Runde gegen die Turniersiegerin.

Endstand Herren nach 11 Runden: (Die komplette Endrangliste finden Sie hier)

1. Butnorius (Litauen) 9 Punkte,
2. Vasiukov (Russland) 8,5,
3. Jansa (Tschechien) 8,5, ...
8. Georg Danner 8, 
35. Heimo Titz.

Endstand Damen: (Die komplette Endrangliste finden Sie hier)

1. Erenska (Polen) 8 Punkte,
2. Saunina (Russland) 7,5,
3. Miednikova (Russland) 7,5, ...
8. Helena Mira 6,5.

Butnorius (2394) - Shestoperov (2397)

1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 b6 4.g3 Lb7 5.Lg2 Le7 6.Sc3 Se4 Erzwungen. 6...0-0 wäre wegen 7.Dc2 nebst e2-e4 unvorsichtig.

7.Ld2 Führt zur Hauptvariante.

7...Lf6 Natürlicher ist sofort 7...0-0.

8.0-0 0-0 9.Tc1 c5 10.d5 exd5 11.cxd5 Sxd2 12.Sxd2 d6 13.Sde4 Le5 14.f4 Ld4+ 15.Kh1 De7 16.Sb5 Lxd5 17.Sf6+ Lxf6 18.Lxd5 a6? Das ist wahrscheinlich der entscheidende Fehler. Schwarz muss die Qualität geben und sollte dies am Besten mit dem Entwicklungszug 18...Sa6 kombinieren: 19.Lxa8 Txa8 20.Sc3 Sc7 mit Kompensation.

19.Sxd6 19.Lxa8 axb5 20.Lf3 wäre ebenfalls gut für Weiß.

19...Ta7 Nach 19...Sc6 20.Sxf7 20...Txf7 21.Lxc6 Td8 22.Ld5 Kh8 23.e4 Tff8 24.e5 Dd7 25.Le4 hat Weiß in einer überlegenen Stellung einen Bauern mehr.

20.e4 g6 20...Lxb2 21.Tb1 Ld4 22.Txb6 Dd8 23.Sc4 Sd7 24.Td6 De7 25.e5 sieht düster für Schwarz aus.

21.e5 Lg7 22.b4 Beachtung verdiente 22.Db3.

22...Tc7 23.bxc5 bxc5 Oder 23...Txc5 24.Txc5 bxc5 25.Db3.

24.Db3 Kh8 25.Sxf7+ Txf7 26.Dxb8+ Tf8 27.Db6 Td8

Diagramm

28.De6 Weiß bevorzugt das technisch gewonnene Endspiel.

28...Dxe6 29.Lxe6 Lf8 30.Tc2 Td4 31.Lc4 a5 32.Tb1 Kg7 33.Tb5 Ta7 34.a4 Td1+ 35.Kg2 Ta1 36.Lb3 h5 37.Td2 c4 38.Lxc4 38.Lc2 Lb4 39.Te2 war vielleicht genauer. Das allgemeine Prinzip lautet: Mit Mehrmaterial sollten wenn möglich Figuren und nicht Bauern getauscht werden.

38...Txa4 39.Lb3 Tb4 40.Txb4 axb4 41.Kf3 Tc7 42.Ke4 Le7 43.Ta2 Tc3 44.Ta7 Kf8 45.Ta8+ Kg7 46.Tg8+ Kh6 47.Lf7 Tc6 48.Tb8 Kg7 49.Ld5 Tc2 50.Tg8+ Kh6 51.Te8 Lc5 52.Tc8 Tc3 53.Th8+ Kg7 54.Tg8+ Kh7 55.Lf7 Lg1 56.Txg6 b3 56...Tc7 57.e6 b3 58.Tg5 Tb7 59.Kf3 b2 60.Lg6+ Kh6 61.Lb1.

57.Tg8 La7 58.Td8 b2 59.La2 Lc5 60.Tb8 La3 61.Le6 Tc1 62.Lf5+ Kg7 63.Tb7+ Kf8 64.Kd5 1-0

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog