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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 5022 vom 26.10.2007, Kategorie Kolumne

Vereinseuropacup in der Türkei

Vom 2. bis 10. Oktober fand in Antalya die 23. Auflage des Herren- Vereinseuropacups und die 12. bei den Damen statt, leider ohne österreichische Beteiligung. Unter den 56 Teams bei den Herren setzte sich der spanische Klub Linex Magic - Merida (Kamsky, Adams, Rublevsky, Sargissian, Cheparinov, Perez Candelario) mit 6 Siegen und einem Unentschieden durch, gefolgt von Ural Sverdlovskaya und Tomsk-400, dem Vorjahressieger.

Bei den Damen ging der Titel an das favorisierte, für das Fürstentum Monaco(!) spielende Team mit Koneru, Cramling, Zhu Chen, M. Socko und Skripchenko.

Bologan (2657) - Cheparinov (2670)

1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 6.Le3 e6 7.Le2 Übergang in die Scheweningen-Variante.

7...Sbd7 8.g4 Im Geiste des Keres-Angriffs.

8...h6 8...Sc5 ist wegen 9.Lf3 h6 10.h4 unzureichend.

9.f4 g5

Diagramm

Eine alte Idee, die aber in dieser Stellung eine Neuerung zu sein scheint. Schwarz opfert einen Bauern, dafür erhält er das wichtige Feld e5 und die h-Linie.

10.fxg5 hxg5 11.Lxg5 b5 12.Lf3 Schwarz braucht sich vor dem Endspiel nicht zu fürchten: 12.Tf1 b4 13.Sa4 Lb7 14.Sxe6 fxe6 15.e5 dxe5 16.Lxf6 Sxf6 17.Dxd8+ Txd8 18.Txf6. Nach 12.h4 b4 13.Sb1 Lb7 14.Sd2 Dc7 oder 12.a3 Lb7 13.h4 Le7 14.Lf3 Se5 15.De2 Tc8 16.Tf1 Sfd7 17.Lxe7 Dxe7 wäre die Stellung einen Bauern wert.

12...Se5 13.Sc6 Sxc6 14.e5 Db6 14...Sxe5 bringt nicht viel: 15.Lxa8 Le7 16.Dd4 Ld7 17.Lg2 Lc6 18.Lxc6+ Sxc6 19.Df4 b4 20.Se2 Sd5 21.Lxe7 Dxe7 22.Dg3.

15.Lxf6 Th3 16.exd6 16.Tf1 war interessant. Zum Beispiel: 16...d5 (oder 16...De3+ 17.De2 Dxe2+ 18.Sxe2 d5 19.0-0-0 Txh2 20.Th1 Txh1 21.Txh1 mit Vorteil für Weiß.) 17.Dd2 Sd4 18.Lh1 Te3+ 19.Kd1 Sc6 20.Df2 Da7 21.Kc1 Sxe5 22.h3 Txc3 23.Dxa7 Txa7 24.bxc3 Sc4 mit unklarem Spiel. Und zuletzt eine originelle Variante mit 16.Kf1!? Lb7 17.exd6 Se5 18.Lg2 Lxd6 19.Se4 Lxe4 20.Lxe4 Sc4 21.Lg5 f6 22.Lxa8 fxg5 23.De2 Se3+ 24.Ke1 mit unklarem Spiel.

16...De3+ 17.Le2 Se5 18.Dc1 Alternativ war 18.Tf1 worauf Schwarz mit 18...Ld7 erwidern sollte.

18...Sf3+ 18...Sxg4 19.Dxe3 Sxe3 20.Ld3 Lxd6 21.Ke2 (21.Le4 Ta7 22.Ld4 Td7 23.Ke2 Sf5) 21...Lb7 22.Le4 Sd5 23.Sxd5 exd5 mit ungefähr gleichen Chancen.

19.Kd1 Db6 20.Se4 e5 21.Lxf3 Txf3 22.Dd2 Lxg4 23.Kc1 Nach 23.d7+ Lxd7 24.Dd5 Dd4+ 25.Dxd4 exd4 26.Lxd4 Lg4 27.Kc1 0-0-0 hätte Weiß immer noch Probleme mit der Koordination.

23...Dc6 Zum Ausgleich führte 23...De3 24.Te1 Dxd2+ 25.Kxd2 Lh6+ 26.Lg5 Lxg5+ 27.Sxg5 Tf2+ 28.Ke3 Txc2 29.h3 Ld7.

24.Td1?? Der Verlustzug. Notwendig war 24.Te1 und auf 24...Lf5 25.Sg5 Lh6 26.h4 (26.Txe5+ könnte böse enden: 26...Le6 27.d7+ Dxd7 28.Dg2 Txf6 29.Dxa8+ Ke7) 26...Dxc2+ 27.Dxc2 Lxc2 28.Lxe5 Le4 29.Kd1 (oder 29.Txe4 Lxg5+ 30.Kc2 f5 31.Te2 Tc8+ 32.Lc3+ Le3 33.Kd3 f4 34.Tg2 mit Übergewicht für Weiß.) 29...Lxg5 30.hxg5 Kd7 31.Tc1 Td3+ 32.Ke2 Ke6 33.Lf4 und Schwarz kämpft hier ums Remis.

24...Tf4 25.Sc5 25.d7+ hilft auch nicht: 25...Lxd7 26.Lxe5 Txe4 27.Lf6 Tc8 und Schwarz hat eine Figur mehr.

25...Txf6 26.d7+ Kd8 27.Da5+ Db6 27...Dc7?? 28.Sb7+ Ke7 29.Dxc7.

28.Sb7+ Kc7 0-1

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog