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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 5093 vom 28.03.2008, Kategorie Kolumne

Baden ist neuer Meister!

Vom 13. bis 16 März fand im Hotel Novapark in Graz das Finale (8. bis 11. Runde) der 1. Bundesliga statt. Mit einem Sieg über Styria Graz mit 4,5 - 1,5 in der Schlussrunde holte SK Advisory Invest Baden den Favoriten Holz Dohr ein. Nachdem die zweite Wertung (Matchpunkte) ebenfalls gleich war, entschied die direkte Begegnung in der 10. Runde, wo sich Baden mit 3,5-2,5 durchsetzten konnte. Bronze ging an Hohenems.

Wir dürfen uns über die dritte und letzte notwendige Großmeisternorm von Markus Ragger und die erste internationale Meisternorm von Robert Kreisl freuen, beide vom Schachklub Maria Saal!

Heute eine entscheidende Partie von Baden gegen Holz Dohr.

Balogh (2575) - Baklan (2647)

1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 Sc6 6.Lg5 e6 7.Dd2 Le7 Die andere Hauptvariante beginnt mit 7...a6. 8.0-0-0 Sxd4 Der Textzug beschränkt die weiße Auswahl. Auf 8...0-0 hätte Weiß neben 9.f4 noch 9.Sb3 zur Verfügung.

9.Dxd4 0-0 10.f4 Da5 Einen Tag danach punktete der Teamkollege von Balogh in dieser für den Meistertitel wichtigen Partie mit: 10...a6 11.Le2 b5 12.e5 dxe5 13.fxe5 Dxd4 (13...Sd5!?) 14.Txd4 Sd5 15.Lxe7 Sxe7 16.Lf3 Tb8 17.Te1 Sg6 18.b4 Lb7 19.Lxb7 Txb7 20.Se4 Ta7 21.Sc5 a5 22.a4! bxa4 23.b5 mit weißem Vorteil, 1-0, Socko - Shengelia.

11.e5 Die Hauptvariante lautet: 11.Lc4 Ld7 12.e5 dxe5 13.fxe5 Lc6 14.Ld2 Sd7 15.Sd5 Dd8 16.Sxe7+ Dxe7 17.The1.

11...dxe5 12.Dxe5 Dxe5 Sehr interessant ist hier 12...b5!? Ein Beispiel: 13.Td3 Sg4 14.De4 f6 15.Th3 g6 16.Dxa8 fxg5 17.Lxb5 Sf2 18.Sd5 exd5 19.Dxd5+ Kh8 20.fxg5 Db4 21.De5+ Kg8 22.Tc3 Sg4 23.Dd5+ Kg7 24.Tc4 Dd6 25.Dxd6 Lxd6 26.Ta4 Lc5 mit unklarem Spiel, 1-0, Cheparinov - Kotronias, Malmö 2007.

13.fxe5 Sd5 14.Lxe7 Sxe7 15.Ld3 b6 16.Le4 Tb8 17.The1 Sg6 18.Lxg6 hxg6 19.Td6

Diagramm

Ein absolut logischer Zug. Verdoppeln auf der d-Linie. Er scheint aber eine Neuerung zu sein. Gespielt wurde: 19.Sb5 Lb7 20.g3 a6 21.Sd6 Ld5 22.a4 b5 23.axb5 axb5 24.Td4 Tb6 25.Tb4 Tfb8 26.h4 f6 27.b3 fxe5 28.Se4 Tc6 29.Kb2 Tbc8 30.Te2 Kf8 31.Sg5 Tc5 32.Se4, Remis, Short - Kramnik, Riga 1995.

19...Tb7 Problematisch für Schwarz ist 19...Lb7 20.g3 Tfd8 21.Ted1 Txd6 22.Txd6 Kf8 23.Td7 a6 24.Td6.

20.Ted1 Te7?! Eine kleine Ungenauigkeit. Besser war sofort 20...f6 und auf 21.Td8 Tbf7 wie in der Partie.

21.g3 f6 22.Td8 Tef7 Eine Alternative war 22...La6 23.Se4 fxe5 24.Sg5 Lb5.

23.Txf8+ Txf8 24.Sb5 Gut war auch 24.exf6 Txf6 25.Sb5.

24...fxe5 Das Turmendspiel nach 24...a6 25.Sd6 fxe5 26.Sxc8 Txc8 27.Td6 wäre für Schwarz sehr schwer.

25.Sxa7 Lb7 26.Td6 26.Te1 Verdient ebenfalls Beachtung.

26...Ld5 Dies ist wahrscheinlich ein wichtiger Tempoverlust. Die Variante 26...Tf1+ 27.Kd2 Tf2+ 28.Kc3 Txh2 29.Sc6 Lxc6 30.Txc6 Kf7 31.a4 Tg2 32.Txb6 Txg3+ 33.Kd2 Tg2+ 34.Kd3 Tg3+ 35.Ke4 Kf6 wäre einen Versuch wäre.

27.Sc6 27.Txb6 ist wegen 27...Tf1+ 28.Kd2 Tf2+ 29.Kc3 Le4 30.Txe6 Txc2+ 31.Kb3 Te2 nicht so klar.

27...Tf1+ 28.Kd2 Tf2+ 29.Kc3 Le4 29...Tf3+ könnte den Gewinn erschweren: 30.Kb4 Tf2! 31.Se7+ Kf7 32.Sxd5 exd5 33.Txd5 Txc2 34.Kb3 Txh2 35.Txe5 Tg2. Wobei nach 36.Te3 b5 37.a3 Kf6 38.Kc3 Kf5 39.b3 Ta2 40.Kb4 g5 41.a4 bxa4 42.bxa4 sollte Weiß auf Gewinn stehen.

30.Sb4 Txh2 31.Txb6 31.Txe6 Tg2 32.Txe5 Txg3+ 33.Kd4 Lf5 34.Tb5 scheint ebenfalls zielführend zu sein.

31...Lf5 Auf 31...Kf7 könnte 32.Sd3 Kf6 33.a4 Tg2 34.a5 Txg3 35.a6 Ld5 36.Tb5 Lc6 37.Tc5 La8 38.Tc8 Ld5 39.Kb4 folgen.

32.a4 e4 33.a5 e3 34.a6 e2 35.Kd2 Lg4 36.a7 Lf3 37.a8D+ 1-0

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog