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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 5480 vom 15.01.2010, Kategorie Kolumne

Bundestrainer Shengelia gewinnt in Aschach

Dank der besseren Zweitwertung gewann der österreichische Bundestrainer David Shengelia das traditionelle Weihnachtsturnier in Aschach (Oberösterreich) vom 26. bis 31. Dezember. Er siegte punktegleich mit IM Krejci, GM Tratar, IM Jurek, GM Sergeev, IM P.Neuman - alle jeweils 5,5 Punkte aus 7 Partien. Unter den 93 Teilnehmern in der A-Gruppe war das österreichische Spitzenschach aber eher spärlich vertreten. Außer dem Turniersieger nahmen nur IM Knoll und IM Schneider-Zinner teil. Im B-Turnier (85 Teilnehmer) gab es einen alleinigen Sieger: Klaus Jürgen Fassmann mit 6 Punkten. Im C-Turnier (85 Teilnehmer) gingen zwei Spieler ex-aequo durchs Ziel: Ing. Karl Deleja-Hotko und Julian Dodu mit jeweils 6,5 Punkten.

Shengelia (2566) - Menacher (2231)

1.d4 Sf6 2.Sf3 e6 3.c4 Sc6?! Mit diesem Zug wird Schwarz Eröffnungsprobleme kaum vermeiden können.

4.e3 Eine wichtige Alternative ist 4.a3 (vermeidet 4....Lb4). Zum Beispiel: 4...d6 (4...d5 5.Lg5 Le7 6.e3 h6 7.Lh4 0-0 8.Sc3 b6 9.Tc1 Lb7 10.cxd5 Sxd5 11.Lg3 Ld6 12.Ld3 Sce7 mit kleinem Vorteil für Weiß, remis, Van Wely - Ponomariov, Wijk aan Zee 2007) 5.Sc3 g6 6.e4 Lg7 7.h3 0-0 8.Lg5 h6 9.Le3 Kh8 10.Dd2 Sg8 11.Le2 mit klarem Übergewicht für Weiß, 1-0, Krasenkov -Van Haastert, Wijk aan Zee 2007.

4...Lb4+ 5.Sbd2 0-0 6.Ld3 d6 Eine andere Idee ist 6...Te8 7.0-0 e5, wie in der folgenden Partie: 8.d5 e4 9.Sxe4 Sxe4 10.dxc6 bxc6 11.Dc2 d5 (11...De7!?) 12.Sd4 Ld6 13.f3 Dh4 14.g3 Sxg3 15.hxg3 Lxg3 16.f4 dxc4 17.Lxh7+ Kh8?? (Notwendig war 17...Dxh7 18.Dxh7+ Kxh7 19.Kg2 c5 20.Sf3 Lxf4 21.exf4 Kg8) 18.Lf5 g6 19.Sf3 Dh5 20.Lxc8 Taxc8 21.Dg2 Dg4 22.Ld2 Kg7 23.Le1, 1-0, Efimov - Sulava, 1997

7.0-0 Lxd2 8.Sxd2 8.Lxd2 erwidert Schwarz mit 8...e5.

8...e5 9.d5 Se7 Gespielt wurde auch 9...Sb4 10.Lb1 a5 11.Te1 Lg4 12.f3 Lh5 13.e4 Lg6 14.Sf1 c6 15.Le3 cxd5 16.cxd5 Sd7 17.a3 Sa6 18.Lc2 mit mehr Raum und Läuferpaar für Weiß, 1-0, Dydyshko - Velicka, Passau 1994.

10.Dc2 c6 11.dxc6 Sxc6 12.Se4 Se8 Schwarz sollte lieber vereinfachen: 12...Sxe4 13.Lxe4 Dh4 14.Td1 Td8.

13.Sg3 g6 13...Dh4 war interessant.

14.e4 Sd4 14...Sb4 15.Db3 Sxd3 16.Dxd3 Dh4 17.b3 wäre unzureichend für Schwarz.

15.Dc3 Dh4 16.f4 Gut war auch 16.Le3 Se6 17.f3 b6 18.Tad1 Lb7 19.Lc2.

16...Sf6 17.De1 Ld7 Die Alternativen wären 17...Se6 18.f5 Sc5 19.Lc2 Ld7 oder 17...Te8.

18.b3 Das Endspiel nach 18.Se2 Dxe1 19.Txe1 Tfe8 20.Sxd4 exd4 21.b3 Lc6 22.Lb2 Lxe4 23.Lf1 Sh5 24.g3 d3 25.Tad1 wäre besser für Weiß.

18...Lc6 Interessant war 18...Se6!?

19.Lb2 Der Übergang ins Endspiel 19.Se2 Dxe1 20.Txe1 Sxe2+ 21.Txe2 Tfe8 22.f5 verspricht minimalen Vorteil für Weiß.

19...exf4??

Diagramm

Grober Fehler! Richtig war 19...Tfe8 oder 19...Se6, in beiden Fällen mit dynamischem Gleichgewicht.

20.Lxd4 Gewinnt auch. Aber der exzentrische Zug 20.Sh1! wäre noch schneller! Schwarz verliert eine Figur.

20...Sg4 21.h3 fxg3 22.Tf4 h5 23.Lf6! g5 Die einzige Chance für Schwarz war das Endspiel nach 23...Dxf6 24.Txf6 Sxf6 25.Dxg3 Sxe4 26.Lxe4 Lxe4 27.Dxd6 Tad8.

24.Dd2 Kh7 25.Taf1 25.e5+ Kh6 26.Lxg5+ Dxg5 27.h4 war schon möglich.

25...Tae8 Auch nach 25...Tg8 26.e5+ Kh6 27.exd6 würde die Partie nicht lang dauern.

26.e5+ Kh6 27.Lxg5+! Auf 27...Dg5 folgt 28.Tf6 Sf6 29.Tf6 Kg7 30.Dg5 Kh8 31.Th6 matt. 1-0

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog