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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 6058 vom 16.11.2012, Kategorie Kolumne

Bundesligaauftakt in Hohenems

Am 2. November startete die Saison 2012/2013 der 1. Bundesliga mit einer Trippelrunde in Hohenems. Meister Jenbach und Vizemeister Baden bestätigten ihre Favoritenrollen mit drei Siegen. Ebenfalls mit einem Maximum von 6 Mannschaftspunkten überraschte das Team aus St.Veit.

Shengelia (2529) - Hera (2573)

1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.a3 Lxc3+ 5.bxc3 c5 6.e3 0–0 In der dritten Runde geschah: 6...b6 7.Ld3 Lb7 8.f3 Sc6 9.Se2 0–0 10.e4 Se8 11.Le3 d6 12.0–0 Tc8?! Eine neue aber eher fragwürdige Idee. 13.Sg3 cxd4 14.cxd4 e5 15.d5 Sa5 16.Tc1 La6 17.Da4 f6 18.f4 Tf7 19.Le2 exf4 20.Txf4 Tfc7 21.Lg4 Txc4 22.Le6+ Kh8 23.Txc4 Txc4 24.Dd1 Tc7 25.Th4 g5 26.Th6 Sc4 27.Ld4 Se5 28.Dh5 Lb5 29.h4 De7 30.Sf5 Df8 31.hxg5 fxg5 32.Dxg5 a5 33.Sxd6 Df1+ 34.Kh2 Tg7 35.Lxe5, 1-0, Shengelia (2529) - Bernasek (2506), Hohenems 2012.

7.Ld3 b6 8.Se2 Lb7?! Normalerweise gehört der Läufer auf a6 mit Druck auf c4.

9.0–0 Sc6 10.e4 Se8 11.f4 f5 12.e5 Schwarz hat wenig Probleme nach 12.exf5 exf5 13.dxc5 bxc5 14.Le3 d6 15.Tb1 Dc7 16.Sg3 g6 17.Le2 Sa5.

12...Sa5 13.d5N Neuerung.

13...La6 Beachtung verdient 13...exd5!? 14.cxd5 Lxd5 15.Lxf5 Lxg2 16.Lxh7+ Kxh7 17.Kxg2 Dc8 18.Sg3 d6 mit kompliziertem Spiel.

14.g4!? Ohne Rücksicht auf Verluste!

14...fxg4 Schwarz könnte mit 14...g6 auf die Bremse steigen.

15.Sg3 Lxc4 16.f5 16.Lxc4 bringt wenig: 16...Sxc4 17.dxe6 dxe6 18.Dxg4 Sc7 19.Ta2 Dd3

16...Lxd3 Nach 16...Lxd5 17.Dxg4 wäre die Lage unklar. Auf jeden Fall wäre der Angriff sehr gefährlich: 17...c4 18.Lc2 Dc7 19.Lf4 Sb3 20.Tad1 Sc5 21.Txd5 exd5 22.f6.

17.Dxd3 Sb3 Schwarz hat einige Möglichkeiten, aber diese ist die logischste: Die Randfigur wird für eine potenzielle Angriffsfigur getauscht. 18.Tb1 Sxc1 19.Tbxc1 exf5 20.Sxf5 d6??

Diagramm

Der erste Fehler von Schwarz ist gleich der Verlustzug! Notwendig war 20...Sc7 oder 20...Dg5 21.d6 Kh8 mit unklarem Spiel.

21.Sh6+!! David beendet die Partie effektvoll!

21...gxh6 22.Txf8+ Kxf8 23.Dxh7 dxe5 24.Tf1+ Sf6 25.Dg6 1–0


Hölzl (2334) - Poetz (2411)

1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 Lb4+ 4.Sbd2 b6 5.g3 Lb7 Die Alternative ist 5...La6

6.Lg2 0–0 7.0–0 d5 8.cxd5 exd5 9.Se5 Ld6?! Dieses Feld ist nicht gut für den Läufer.

10.Sdc4 Le7 11.Lg5 h6 Franz Hölzl ist mit dieser Stellung vertraut: 11...c6 12.Se3 Sfd7 13.Lxe7 Dxe7 14.Sd3 g6 15.b4 Sf6 16.Db3 Td8 17.Tac1 mit solidem Vorteil für Weiß, remis, Hölzl (2393) - Pinter (2560), Balatonlelle 2002.

12.Lxf6 Lxf6 13.Tc1 In der folgenden Begegnung erreichte Weiß Übergewicht mittels 13.f4 c6 14.Se3 Sa6 15.S3g4 Te8 16.Tc1 Tc8 17.e3 Tc7 18.Da4, 1-0, Poluljahov (2510) - Obukhov (2405), St Petersburg 1997.

13...Te8 14.Sg4 14.f4 war entschlossener: 14...c6 15.Se3 Sd7 16.Sf5 Sxe5 17.fxe5 Lg5 18.Tc3.

14...Le7 Besser war 14...Sd7.

15.Sce3 15.Sce5!?

15...c6 16.Se5 Lf6? Schwarz hätte die Chance mittels 16...Ld6 die Stellung zu stabilisieren.

17.f4 Dd6 Auf 17...Sd7 folgt 18.Sf5.

18.Db3 18.Sf5! war stark und auf 18...Db4 19.e4! und wenn 19...Lc8 dann 20.a3 Dxb2 21.Sd6.

18...Sd7 18...De6 konnte auch nicht helfen: 19.Lf3! g6 20.f5 gxf5 21.Sxf5! Lxe5 22.dxe5 Dxf5 23.Lxd5 Dxf1+ 24.Txf1 cxd5 25.Df3 Te7 26.e6.

19.Sf5 De6 20.Lh3! Lxe5 21.fxe5 Sf8 22.Df3 Die Dame unterstützt entscheidend den Angriff.

22...La6 23.Sxg7! Dxh3 24.Dxf7+ Kh8 25.Sxe8 1–0

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog