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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 6212 vom 09.08.2013, Kategorie Kolumne

IM Peter Schreiner ist der neue Staatsmeister 2013!

Die österreichische Staatsmeisterschaft der offenen Klasse vom 20. bis 28 Juli in Feldkirch (Vorarlberg) gewann überraschend IM Peter Schreiner. Die Entscheidung fiel in der letzten Runde, genauer gesagt zwischen dem 30. und 40. Zug der Partien Shengelia - Fröwis und Schreiner - Baumegger. Die Führenden, Shengelia und Schreiner, erreichten gewonnene Stellungen und beide verabsäumten die Gewinnzüge. Während Georg Fröwis das ausnutzte und die Partie rettete, revanchierte sich Siegfried Baumegger mit einem Fehler und musste kurz darauf aufgeben. Damit wurde der 21-jährige Kärntner Peter Schreiner alleiniger Turniersieger. Gratulation! Der Titelverteidiger David Shengelia wurde Zweiter, etwas enttäuscht angesichts der verpassten Chancen sowohl in der Schlussrunde als auch gegen den späteren Sieger in der fünften Runde. Seine gute Form bestätigte IM Andreas Diermair mit dem dritten Platz. Nur Blech für den Wiener Joachim Wallner, dafür aber die nächste IM-Norm!

Shengelia (2559) - Fauland (2446)

1.d4 f5 2.Sc3 d5 3.Lg5 h6 4.Lh4 g5 5.e3 Sf6 6.Lg3 e6 7.Sf3 Lb4 8.Se5 0–0?! 9.f3 Sbd7 10.a3 Lxc3+ 11.bxc3 Sxe5 12.dxe5 Sd7 13.h4 Beachtung verdient 13.Dd2 (verhindert f5-f4) 13...De7 14.h4 g4 15.Lf4 Dg7 16.fxg4 fxg4 17.e4 Kh7 18.De3 Sxe5 19.exd5 Tf5 20.0–0–0 und Schwarz wäre in Schwierigkeiten.

13...f4 14.Lf2 Sehr stark scheint 14.hxg5! zu sein. Beispiel: 14...fxg3 15.f4 De8 (15...Sxe5 16.Txh6) 16.Txh6 Kg7 17.Dg4 Sc5 18.Lb5 c6 19.Ld3 Sxd3+ 20.cxd3 Th8 21.Kd2 und der weiße Angriff rollt von allein.

14...Sxe5 15.hxg5 Dxg5 16.exf4 Txf4 17.Dd2 Sf7 18.Le2 Auf 18.Th3 folgt 18...De5+ 19.Le3 Tf6 20.0–0–0 Dd6 21.Kb2 Ld7 und Schwarz hält die Balance.

18...Tf6 19.Dd3 Wenn 19.Dd4 dann 19...Tf4 20.Dc5 De5 und auf 21.Lg3 folgt 21...Tc4! 22.Lxe5 Txc5 23.Ld4 Ta5.

19...Dg7 Interessant war das Qualitätsopfer: 19...Ld7 20.Lh4 De5 (20...Dxg2? 21.0–0–0) 21.Lxf6 Dxf6 22.Tb1 b6 23.Tb4 Kf8 nebst Kf8-e7 und c7-c5.

20.0–0–0 Ld7 21.Lh4 Tf4 22.De3 Ta4 23.Th3 De5?! Ungenau. Besser war 23...Sg5! 24.Lxg5 Dxg5 25.Dxg5+ hxg5 26.Tdh1 (26.c4 Txa3 27.Kb2 g4! 28.Th5 Te3 29.Td4 e5 30.Txd5 gxf3 mit Ausgleich.) 26...Th4 27.Txh4 gxh4 28.Txh4 Te8 und das Endspiel ist gleich.

24.Dxe5 Sxe5 25.Lf6 Sf7 26.c4 e5?! Schwarz öffnet das Zentrum. Davon kann nur Weiß profitieren. Umsichtiger wäre 26...Txa3 27.cxd5 exd5 28.Tg3+ Kf8 29.Txd5 Le6 30.Th5 Ta4 oder 26...Lc6.

27.Tg3+ Kf8 28.Txd5 Interessant war 28.cxd5!? Txa3 29.Ld3.

28...Lc6 29.Tc5 Te8 Auf 29...Txa3 könnte 30.Ld3 Te8 31.Lg7+ Ke7 32.Lxe5 Sxe5 33.Txe5+ Kd8 34.Th5 Te6 35.Tg8+ Ke7 36.Kb2 folgen, mit klarem Vorteil für Weiß.

30.Lg7+ Ke7 31.Lxe5 Txa3 Das Endspiel nach 31...Sxe5 32.Txe5+ Kf6 33.Txe8 Lxe8 34.Kb2 Lf7 35.Th3 h5 36.Th4 wäre kaum zu halten für Schwarz.

32.Ld4 Kd8 32...Kd7 wäre schlechter: 33.Ld3 Sg5 34.Lf5+ Kd6 35.Kb2 Ta6 36.f4 Tb6+ 37.Ka3 Ta6+ 38.Kb4 Tb6+ 39.Tb5.

33.Ld3 Te6 Oder 33...Sg5 34.Lf5 bzw. 33...Sd6 34.Kb2 Ta6 35.Th5.

34.Tg8+ Gut war auch 34.Lb2 Ta6 35.Lf5 Td6 36.Tg7 Le8 37.g4.

34...Le8 35.Td5+ Td6 36.Lg6 36.Lf6+ gewinnt ebenfalls: 36...Kd7 37.Lf5+ Kc6 38.Le7.

36...Txd5 Auf 36...Kd7 folgt 37.Tg7 Ke6 38.f4 Txd5 39.cxd5+ Kxd5 40.Lb2.

37.cxd5 Sd6 37...Kd7 38.Lf5+.

38.Lc5 38.Lh5!?

38...Ta1+ 39.Kd2 Kd7 40.Tg7+ Kd8 40...Kc8 41.Lxd6 Lxg6 42.Le5 Ta5 43.c4 Ta2+ 44.Ke3 Le8 45.Txc7+ Kd8 46.Txb7 und Weiß gewinnt.

41.Lxd6 Lxg6 41...cxd6 42.Tg8.

42.Le5 Ta6

Diagramm

43.d6!! Elegante Lösung!

43...Le8 43...cxd6 44.Lf6+ Ke8 45.Txg6 d5 46.Txh6 Kf7 47.Lg5.

44.Lf6+ Kc8 45.Txc7+ Kb8 46.Le5! Ta5 47.Tc5! 47.Tc5 Txc5 48.d7+ Txe5 49.d8D matt. 1–0

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog