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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 6296 vom 21.02.2014, Kategorie Kolumne

Bundesligawochenende in Wolfsberg

Die 4. Bis 7 Runde brachte in der 1. Bundesliga in Wolfsberg im Haus der Musik keine Vorentscheidung. Der Tabellenführer aus Hohenems und der Verfolger aus Jenbach punkteten beide viermal voll. Der Kampf um den Meistertitel wird daher auf die letzten 4 Runden Ende März verschoben. Hohenems hat noch die stärkeren Gegner, darunter auch das direkte Duell gegen Jenbach.

Zwischenstand nach 7 Runden:
1.Hohenems 14 Mannschaftspunkte,
2.Jenbach 12.
3.Wulkaprodersdorf 10.
4.Feffernitz 9.
5.St.Veit/Glan 9.

Bauer (2633) - Sebenik (2496)

1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 g6 6.Le3 Lg7 7.f3 Sc6 8.Dd2 0–0 9.Lc4 Ld7 10.h4 Sa5 11.Le2 Sh5 12.Lf2 Le5 13.0–0–0 Tc8 14.Kb1 Sf4 Auf 14...Sc4 könnte 15.Lxc4 Txc4 16.g4 Sf4 17.h5 folgen.

15.Lf1 Sc4 16.Lxc4 Txc4 17.g3 Se6 18.Sde2 b5? Damit lässt Schwarz h4-h5 zu. Vielleicht wäre doch besser gewesen sich für 18...h5!? zu entscheiden: 19.g4 hxg4 20.fxg4 (20.h5? gxf3) 20...Lc6 21.h5 Da5 22.hxg6 fxg6.

19.h5 g5 Damit bleibt die h-Linie zu, aber es droht massiv der Hebel f3-f4!

20.Sd5 Weiß könnte gleich in die Offensive gehen: 20.f4!? Lxc3 21.Sxc3 b4 22.Sd5 Txe4 23.Tde1 Txe1+ 24.Txe1 Lc6 25.Sxb4 Da5 26.f5 Tb8 27.a3 Txb4 28.Dxb4 Dxf5 29.Lxa7 mit Materialvorteil.

20...h6 20...f5 kann die Lage am Königsflügel auch nicht erleichtern: 21.b3 Tc8 22.f4 fxe4 23.Lxa7.

21.b3 21.Lxa7!?

21...Tc8 Wahrscheinlich bessere Chancen bot 21...Tc6: 22.f4 Lg7 23.Lxa7 Ta6 24.Ld4 Sxd4 25.Sxd4 e5.

22.f4 Lg7 23.Lxa7 Lc6 24.Lb6 Dd7 25.Le3 Ta8 26.Sc1 Sc5 27.Lxc5 dxc5 28.fxg5 Dd6? 28...De6 könnte mehr Widerstand leisten: 29.gxh6 Lxh6 30.Sxe7+ Kh7 31.Dd6 Lxe4 32.The1 Dxd6 33.Txd6 f5 34.Sd5.

29.gxh6 Lxh6 30.Sxe7+ Dxe7 31.Dxh6 Lxe4 32.Th4 32.The1!?

32...f5 33.Td6 Tf7 34.Te6 Dd7 35.Th2 Td8?? Verliert sofort. Schwarz könnte z.B. 35...c4 probieren, obwohl nach 36.Td2 Dc7 37.g4 wäre die Partie kaum zu retten.

36.Td2 Dxd2 (36...Dc7 37.Txd8+ Dxd8 38.Tg6+ Tg7 39.Dxg7 matt) 37.Tg6+ Tg7 38.Dxg7 matt. 1–0


Skoberne (2555) - Schlosser (2613)

1.c4 c5 2.Sf3 Sf6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 e6 5.Sc3 a6 6.e4 Dc7 7.Le2 Lb4 8.0–0 Die Gambit-Variante. Weiß kann natürlich mit 8.Dd3 den e4-Bauern decken.

8...Lxc3 9.bxc3 Sxe4 10.Ld3 Sc5 11.Lc2 d6

Diagramm

12.Dh5N Neuerung. Bekannt ist 12.Te1 und wenn 12...Sc6 dann 13.Sf5 mit der Idee auf 13...0–0 14.Sxg7!

12...e5 Bestimmt keine leichte Entscheidung! Die Alternative war 12...Sbd7 13.Te1 Se5 (aber nicht 13...Sf6 14.Dh4 Ld7 wegen 15.Lh6!).

13.La3! Sbd7? Diese Verteidigung erweist sich als unzureichend. Möglich war 13...h6 14.f4 exd4 15.Tae1+ Se6 16.f5 0–0 17.f6 Td8 18.fxg7 Sxg7 19.Dxh6 f5 20.c5 d5 21.cxd4 Sc6 22.Tf4 mit Angriff.

14.Sf5 g6 15.Sg7+ Kd8 15...Kf8 war auch nicht besser: 16.Dh6 Ke7 17.f4 mit starkem Angriff.

16.Dh4+ f6 17.Tad1! Dc6 Fast erzwungen.

18.Lxg6 Kc7 19.Se8+ Kb8 20.Sxd6 Ka7 21.Lc2 21.Lf7!?

21...Sb6 22.f3 Stark war auch 22.Lxc5 Dxc5 23.Dxf6 Ld7 24.Le4.

22...Le6 23.Dxf6 23.Df2!?

23...Lxc4 24.Tf2 Entschlossener wäre 24.Dxe5 Scd7 25.Dd4 Lxf1 26.Kxf1.

24...Scd7 25.Dh4 Lxa2 26.Tfd2 Dxc3 27.Lb4 De3+ 28.Df2 Dxf2+ 29.Kxf2 Sogar im Endspiel hat Schwarz Probleme mit der Figurenkoordination.

29...Sf6 Auf 29...Le6 folgt 30.Le4.

30.Lc5 Tac8 30...Le6 31.Tb1 Sfd7 32.Le3 Tad8 33.La4 und Weiß gewinnt Material.

31.Sxc8+ Txc8 32.Le3 32.Lxb6+ Kxb6 33.Lf5 gewinnt sofort.

32...Sfd5 33.Txd5 Lxd5 33...Txc2+ 34.T5d2 Txd2+ 35.Txd2 Lc4 36.Td6.

34.Lf5 34.Lf5 Td8 35.Le6 Td6 36.Lxd5 und Weiß hat eine Figur mehr. 1–0

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog