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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 6685 vom 11.03.2016, Kategorie Kolumne

Mittelspiel in der 1. Bundesliga

Die zweite Phase der Bundesliga Saison 2015/16 fand in St. Veit vom 25. bis 28. Februar statt und der Gewinner aus den 4 Runden ist Maria Saal. Die Kärntner gaben zwar einen Punkt ab (3-3 gegen Hohenems), aber der Hauptkonkurrent aus Jenbach ganze 2 (Niederlage gegen Feffernitz). Mit derzeit 15 Punkten und einem Vorsprung von 4 Zählern scheint der Meistertitel schon praktisch entschieden zu sein. Jenbach, Hohenems und Absam folgen mit jeweils 11 Punkten.

GM Antal (2553) – IM Diermair (2454)

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4 exd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sxc6 bxc6 6.De2 Modernes Schach! Früher war 6.e5 De7 7.De2 Sd5 sehr beliebt.

6...a5 Schwarz verfügt hier über mehrere gute Optionen. Z.B. 6...Lc5 oder 6...d5

7.e5 Sd5 8.De4 Schwarz hatte in der folgenden Begegnung kaum Probleme: 8.c4 Lb4+ 9.Sd2 Sf4 10.De3 Se6 11.Ld3 d5 12.exd6 cxd6 13.0–0 d5 14.Sf3 0–0 15.Se5 Dd6 16.Dg3 Sc5 17.Lf4 Df6 18.cxd5 cxd5 19.a3 Sxd3 20.Sxd3 Le7 21.Tfe1 Le6 22.Le5 Dg5 23.Sf4 Dxg3 24.hxg3 Lg5 25.b4 Lxf4 26.gxf4 Ld7 27.Tad1 axb4 28.axb4 Lc6, remis, Swiercz (2608) - Ragger (2632) Saint-Quentin 2014.

8...De7 9.c4 Sb4 10.a3 Sa6 Beachtung verdient 10...d5!? 11.De2 Sa6 12.cxd5 cxd5 13.Db5+ Dd7.

11.Le3 Präziser war 11.De3 g6 12.Sd2 Lg7 13.Sf3 Sc5.

11...Tb8 11...g6!? wäre interessant.

12.Sd2 12.Ld4? ist wegen 12...Sc5 schlecht.

12...Txb2 Auch hier war 12...g6!? gut.

13.Le2 Anspruchslos gespielt. Mehr im Geist der Eröffnung war 13.Dd4 Tb8 14.Dc3 f6 15.exf6 Dxf6 16.Ld4 Df7 17.c5 De7+ 18.Le2 Sxc5 19.0–0 Se6 20.Tfe1 mit kompliziertem Spiel.

13...Sc5 14.Df4 Auf 14.Dd4 folgt 14...Txd2 15.Lxd2 Sb3 16.Dc3 Sxa1 17.Dxa1 a4 und Schwarz gewinnt Material.

14...Se6 Schwarz hat die Qual der Wahl: 14...g5!? 15.Dd4 Txd2 16.Lxd2 Sb3 17.Dc3 Sxa1 18.Dxa1 Lg7 19.Lc3 Kd8 oder sogar 14...g6 15.Lxc5 Dxc5 16.Se4 Txe2+ 17.Kxe2 Dxc4+ 18.Kf3 Db3+ 19.De3 Dxe3+ 20.Kxe3 f5 21.exf6 d5 22.Sg5 Ld6.

15.Dg3 GM Antal fürchtete sich vielleicht vor Zugwiederholung mit 15.De4 Sc5.

15...f5 15...g6!? war auch hier gut.

16.exf6 Auf 16.f4 könnte 16...g5!? 17.fxg5 Lg7 18.Sf3 d6 mit Initiative für Schwarz folgen.

16...Dxf6 17.Se4 Wenn 17.0–0 dann 17...d5.

17...Dg6! Erzwingt den Damentausch wonach Schwarz klar überlegen steht.

18.Dxg6+ hxg6 19.Lg4 d5 19...Tc2! wäre vielleicht stärker: 20.Lxe6 dxe6 21.c5 La6 22.Kd1 Ld3 23.Sg5 Le7.

20.Sg5 Sxg5 21.Lxc8 Se4 22.Lg4?! 22.0–0 wäre besser.

22...Lc5 Schwarz könnte ruhig den a3-Bauern mittels 22...Tb3 befragen.

23.Lxc5 Sxc5 24.0–0 Ke7 25.Tad1

Diagramm

25...Kd6! Schöne Idee! 25...Td8 gibt dem Weißen Gegenspiel: 26.Tfe1+ Kf6 27.cxd5 cxd5 28.h4 d4 29.Tc1 Td5 30.Te8.

26.Lf3 Sb3 27.cxd5 c5! Die Pointe von 25....Kd6! Andreas gab den Bauern zurück, dafür hat er aber aktivere Figuren und einen gefährlichen Freibauern.

28.Le4 Auf 28.Tfe1 folgt 28...Sd4 29.Te3 Tf8 nebst g6-g5.

28...c4! 29.Lxg6 Th6 Eine andere Möglichkeit war, direkt den c-Bauern zu forcieren: 29...c3 30.Td3 c2 31.Tc3 Sd4 (31...c1D 32.Tcxc1 Sxc1 33.Txc1 Ta2).

30.Tb1 Nach 30.Lf5 kommt 30...Tf6.

30...Txb1 30...Ta2!? verdient Beachtung.

31.Lxb1 Sd2 31...Kxd5 war natürlich auch spielbar.

32.Td1 Sxb1 33.Txb1 Kxd5 34.Td1+ Oder 34.Kf1 c3 35.Ke2 Kc4 36.Tb7 Td6 37.Txc7+ Kb3 und Schwarz gewinnt.

34...Ke4 35.Kf1 Txh2 36.Td7 c5 37.Txg7 Kd3 38.Td7+ Kc2 39.Td5 Nach 39.g4 entscheidet: 39...c3 40.Ke2 Tg2 41.Tc7 Txg4 42.Txc5 Te4+ 43.Kf3 Ta4.

39...c3 40.Txc5 a4 41.Ke2 Txg2 42.Tc4 Tg8 42...Kb3?? 43.Kd3 mit Remis.

43.Txa4 Te8+ 44.Kf3 Kd3 45.Ta7 Td8 46.Th7 c2 47.Th1 Td4 48.Kg3 Kc3 49.Tc1 Kd2 Der Rest ist trivial: 49...Kd2 50.Txc2+ Kxc2 51.f4 Kd3 52.Kg4 Ke4 0–1

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog