Wiener Zeitungs Schachergebnisserver - Kolumne
Schach Homepage Swiss-Manager Homepage Österreichischer Schachbund Homepage Wiener Zeitung Homepage CMS-Version 09.10.2016 17:06, Logged on: Gast Suche Impressum Sitemap Login Logoff Kontakt
 Home   Österreich   Welt   Kolumne   Meisterschaft   Turnier-DB   Archiv   Turnierkalender   Links   Datenpflege 

Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 6708 vom 06.05.2016, Kategorie Kolumne

Markus Ragger wurde mit SG Solingen deutscher Meister!

Der Dauermeister der deutschen Schachbundesliga aus Baden Baden wurde in dieser Saison 2015/16 vom traditionsreichen Klub SG Solingen entthront! Und das ist für den langjährigen Legionär und Österreichs Nummer 1, GM Markus Ragger, heuer schon der zweite Titel. Vor wenigen Wochen hat er mit seiner Mannschaft Maria Saal die österreichische Bundesliga gewonnen.

Ragger (2697) - Saric (2654)

SG Solingen - SV Hockenheim

1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0–0 6.Le2 e5 7.0–0 Sc6 8.dxe5 Markus weicht von der Hauptvariante 8.d5 ab und steuert die Partie in ein technisches Endspiel.

8...dxe5 9.Lg5 Dxd1 10.Tfxd1 Lg4 11.h3 Lxf3 12.Lxf3 Sd4 13.Sd5 Sxd5 14.cxd5 c6 15.Tac1 cxd5 16.exd5 e4 Beachtung verdient 16...f6!? 17.Le3 Sxf3+ 18.gxf3 Tf7.

17.Le3 Auf 17.Lg4 könnte 17...h5 18.Le3 hxg4 19.Lxd4 gxh3 folgen. Und weiter: 20.Tc7 hxg2 21.Txb7 Lxd4 22.Txd4 Tfb8 und Schwarz stünde nah am Ausgleich.

17...exf3 18.Lxd4 Lxd4 19.Txd4 Tac8 Auf 19...fxg2 folgt 20.Tc7.

20.Txc8! Txc8 21.g4! Kf8 22.d6 Td8 Wenn 22...Tc1+ 23.Kh2 Ke8 dann 24.Te4+! und der Turm gelangt auf die 7. Reihe: 24...Kd7 25.Te7+ Kxd6 26.Txb7.

23.Kh2 f6 23...Ke8 24.Te4+.

24.Kg3 Kf7 25.Kxf3 Td7 25...Ke6 führt zu einem schlechteren Bauernendspiel: 26.Te4+ Kxd6 27.Td4+ Ke7 28.Txd8 Kxd8 29.Ke4 Ke7 30.Kd5.

26.Kf4 Ke6

Diagramm

27.g5! Für das bevorstehende Bauernendspiel ein sehr wichtiger Zug

27...f5 28.Ke3 Txd6 29.Txd6+ Kxd6 30.Kd4 Weiß hat in diesem Endspiel zwei entscheidende Vorteile: Der aktivere König und die Mehrzahl an Abwartezügen.

30...b6 Vielleicht war die Chance auf Rettung mit dem Zug 30...a5 verbunden.

31.b4! Ke6 32.f3! Kd6 33.f4 Ke6 34.Kc4 Kd6 35.Kd4 35.Kb5 wäre falsch: 35...Kd5 36.Ka6 Ke4 37.Kxa7 Kxf4 38.Kxb6 Kxg5 39.a4 f4 40.a5 f3 41.a6 f2 42.a7 f1D 43.a8D Df2+ mit Dauerschach.

35...Ke6 36.a3 Die Idee von 36.a4 wäre ein ideales Damenendspiel zu erreichen: 36...Kd6 37.a5 bxa5 38.bxa5 Kc6 39.Kc4 Kb7! 40.Kb5 (40.Kc5 Ka6 41.Kb4 Kb7 42.Kb5 Kc7) 40...Kc7 41.Ka6 Kb8 42.h4 Ka8 43.Kb5 Kb7 44.a6+ Kc7 45.Kc5 Kd7 46.Kd5 Ke7 47.Kc6 Ke6 48.Kb7 Kd7 49.Kxa7 Kc7 50.Ka8 Kc8 51.Ka7 Kc7 remis.

36...Kd6 37.a4 a6 37...Ke6 führt zur Umstellung: 38.Kc4 Kd6 (38...a6 39.a5 Kd6 40.Kd4 wäre wie in der Partie.) 39.Kb5 Kc7 40.Ka6 Kb8 41.a5 bxa5 42.bxa5 Ka8 43.Kb5 Kb7 44.a6+ Kc7 45.Kc5 Kd7 46.Kd5 Kc7 (46...Ke7 47.Kc6 Ke6 48.Kb7 Kd6 49.Kxa7 Kc7 50.h4) 47.Ke5 Kb6 48.Kf6 Kxa6 49.Kg7 Kb5 50.Kxh7 a5 51.Kxg6 a4 52.Kh5.

38.a5 bxa5 38...b5 39.h4.

39.bxa5 Kc6 40.Ke5 Leitet den Übergang ins Damenendspiel ein.

40...Kb5 41.Kf6 Kxa5 42.Kg7 Kb5 43.Kxh7 a5 44.Kxg6 a4 45.Kh5! Präzise gespielt! Nach 45.Kxf5 a3 46.g6 a2 47.g7 a1D 48.g8D Db1+ 49.Kf6 Db2+ wäre unklar, wie Weiß dem Dauerschach entgeht.

45...a3 46.g6 a2 47.g7 a1D 48.g8D Das Damenendspiel sollte analytisch gewonnen sein. Aus praktischer Sicht hat es Schwarz viel schwieriger zu verteidigen als Weiß zu gewinnen.

48...Dd1+ 49.Kh6 Dd3 49...Dd6+ 50.Kg5 De7+ könnte vielleicht mehr Widerstand leisten.

50.Db8+ Ka4 51.h4 Dg3 52.De8+ Kb3 53.De6+ Ka4 54.Dxf5 Das Endspiel ist mit dem f-Bauern gewonnen. Während 54.Dc4+ Ka3 55.h5 Dg4 nicht so klar wäre: 56.Dc3+ Ka2 57.Db4 Ka1 58.Dd2 Kb1 59.Dh2 Dg8.

54...Dxh4+ 55.Kg6 Ka3 56.Dd3+ Kb2 57.Dd2+ Kb1 58.f5 De4 59.Dd1+ Kb2 60.Dd6 Kb1 61.Db6+ Kc1 62.De6 Dg2+ 63.Kf7 Db7+ 64.De7 Dd5+ 65.Kg6 Dd3 66.Dg5+ Kb1 67.Kh6 Dh3+ 68.Kg7 Dc3+ 69.f6 Dd4 70.Kh6 Dd6 71.Dg6+ Ka2 72.f7 Df4+ 73.Kg7 Dd4+ 74.Kg8 Dc4 75.Df5 Ka1 76.Df6+ Ka2 77.Kh8 1–0

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog