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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 6756 vom 02.09.2016, Kategorie Kolumne

Markus Ragger siegt in Wien

Beim Vienna Chess Open im Rathaus, vom 16. bis 23. August, ließ Österreichs Nummer 1, GM Markus Ragger, der Konkurrenz keine Chance! Nach 8 Runden hatte er bereits 7,5(!) Punkte. In der neunten und letzten Runde konnte er daher locker mit einem Unentschieden den ersten Platz fixieren. Die Plätze zwei und drei belegten überraschenderweise der 18-jährige Ukrainer IM Volodymyr Vetoshko und das große Talent aus Deutschland, der erst 12-jährige Vincent Keymer!

Ragger (2686) - Mastrovasilis (2603)

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6 4.d3 d6 5.0-0 Le7 Manche bevorzugen 5...Ld7.

6.c3 0–0 7.Te1 Ld7 8.Sbd2 Te8 9.Sf1 Lf8 10.Sg3 h6 11.h3 a6 12.La4 Se7 13.Lc2 Sg6 Beachtung verdient: 13...c5 14.d4 cxd4 15.cxd4 exd4 16.Sxd4 und 16...Sc6.

14.d4 c5 15.Le3 Tc8 16.Dd2 Da5?!N Neuerung, die sich kaum durchsetzen wird. Bekannt ist 16...Dc7.

17.dxc5 dxc5

Diagramm

18.Sh5! Sxh5 Um das Läuferpaar zu retten, sollte Schwarz die schlechte Bauernstruktur nach 18...Tcd8 19.Sxf6+ gxf6 20.Dc1 in Kauf nehmen.

19.Dxd7 Sf6 Im Endspiel nach 19...Dc7 20.Dxc7 Txc7 21.g3 Td8 22.Ted1 Tcd7 23.Txd7 Txd7 24.a4 steht Weiß leicht besser.

20.Dxb7 Tb8 Auf 20...c4 folgt 21.b4! Da3 22.Tec1 a5 23.bxa5 Dxa5 24.a4 Lc5 25.Lxc5 Txc5 26.Db4 Da7 27.Tcb1 und die schwarze Kompensation für den Bauern wäre fraglich.

21.Dc6 Tec8 21...Txb2 führt sofort zu materiellem Verlust: 22.Lb3 Td8 23.Tad1 Txd1 24.Txd1 und wenn 24...Dxc3 dann 25.Ld2 Dd3 26.Lc1 Txb3 27.Txd3 Txd3 28.Kh2.

22.Da4 Dxa4 23.Lxa4 Sxe4 Das Endspiel mit einer Minusqualität nach 23...Txb2 24.Lb3 c4 25.Lc1 Txb3 26.axb3 cxb3 ist schwer einzuschätzen. Schwarz hätte aber praktische Chancen mit 27.Txa6 Txc3 die Balance zu halten.

24.Ld7 Wahrscheinlich wäre 24.Lc1 Sf6 25.Sxe5 Sxe5 26.Txe5 Td8 27.g3 stärker.

24...Tc7 24...Td8 könnte genauer sein: 25.Lf5 Sf6 26.Lxg6 fxg6 27.Sxe5 Txb2 28.Sxg6 Ld6 und die Aktivität der schwarzen Figuren kompensiert zum Teil den Minusbauern.

25.Lf5 Sd6? Auch hier war 25...Sf6 besser: 26.Lxg6 fxg6 27.Sxe5 Txb2 28.Sxg6 Ld6 mit guten praktischen Chancen die Partie zu retten.

26.Lxg6 fxg6 27.Sxe5 Txb2 28.Sxg6 Sc4 29.Lf4 Tf7 Auf 29...Tc6 folgt 30.Sxf8 Kxf8 31.Te4 Sb6 32.Td1! Txa2 33.Td6 Txd6 34.Lxd6+ Kf7 35.Te7+ Kg6 36.Tb7 Sa4 37.Le5 mit klarem Vorteil für Weiß.

30.Te4 30.Te6!? verdient Beachtung.

30...Sb6? Nun entwickelt Weiß starke Initiative am Königsflügel. Richtig war 30...Sd6 31.Ta4 Sb5 32.Tc1 Ld6 33.Lxd6 Sxd6 34.Tf1 Kh7 35.Txa6 Se4 36.c4 Te2 37.f3 Tf6 38.Txf6 Sxf6 39.Sf4 Txa2 und Weiß hätte immer noch technische Probleme die Partie zu gewinnen.

31.Td1! Tf6 32.Sxf8 Txf8 33.Le3 33.Td6!? war auch gut.

33...Txa2 Die andere Verteidigung war 33...Tf5 und nach 34.Td8+ Kh7 35.Td6 a5 36.c4 Tb4 37.g4 Tf7 38.Lxc5 Txc4 39.Txc4 Sxc4 40.Td4 Se5 41.Ta4 Sc6 42.f4 sollte Weiß gewinnen.

34.Td6?! Tf6? GM Mastrovasilis versäumt seine letzte Chance: 34...Ta4! 35.Txa4 (35.Te7?? Sc8) 35...Sxa4 36.Txa6 (36.c4 Ta8) 36...Sxc3 37.Lxc5 Tc8.

35.Td8+ Kh7 36.Lxc5 Ta4 37.Ld4 37.Te7 Sc4 38.Ld4 Tg6 39.Tdd7 gewinnt auch.

37...Tf7 38.h4 Sd7 39.Tee8 39.Te6!?

39...Ta5? Mehr Widerstand könnte 39...Sf6!? leisten.

40.g4 h5 41.g5 Kg6 42.Kg2 Schwarz ist fast in Zugzwang.

42...Td5 43.Te6+ Kf5 44.Txa6 Kg4 45.Le3! Kf5 45...Kxh4?? 46.Ta4+.

46.Th8 Se5 47.g6! 47.Txh5 gewinnt auch, aber komplizierter: 47...Sg6 48.Ta4 Td3 49.Th7 Sf8 50.Th8 Se6.

47...Tf6 47...Sxg6? 48.Txh5+.

48.Txf6+ Kxf6 49.Txh5 Der griechische Großmeister ersparte sich die Abwicklung 49.Txh5 Kxg6 50.Tg5+ Kf7 51.Kg3 (Oder 51.Ld4 Sg6 52.Txd5 Sf4+ 53.Kf3 Sxd5 54.c4 Se7 55.h5) 51...Ta5 52.Ld4 Sc6 53.Txg7+ Ke6 54.Tg6+ und gab auf. 1–0

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog