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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 6919 vom 06.10.2017, Kategorie Kolumne

Kroatien siegt beim Mitropa Cup

Der heurige Mitropa Cup 2017 fand vom 17. bis 25. September in Balatonszarszo am Plattensee in Ungarn statt. Die österreichischen Teams, geführt von Bundestrainer GM Shengelia, präsentierten sich im Rahmen ihrer Erwartung. Zu erwähnen ist die Elo-Leistung von IM Robert Kreisl auf Brett 2 und 3 mit 2586!

Repka (2475) – Schreiner (2482)

1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 4.Lg5 Se4 5.Lh4 c5 Zurzeit ist die Abwicklung 5...Sxc3 6.bxc3 dxc4 7.e3 und 7...Le6 sehr populär.

6.cxd5 Sxc3 7.bxc3 Dxd5 8.e3 Sc6 9.Le2 9...cxd4 9...Dxg2?? 10.Lf3.

10.exd4?! Fragwürdige Neuerung.

10...Da5! 11.d5 Dxc3+ 12.Kf1 Se5 12...Sd4! wäre stärker: 13.Tc1 Db2 14.d6 Lf5 15.Tc7 e5 16.Le7 Ld7 17.Lxf8 Txf8 und der Springer auf d4 dominiert das Geschehen.

13.Tb1 Nach 13.Lb5+ Ld7 14.Lxd7+ Sxd7 15.Tc1 Da3 16.Se2 Td8 17.Dd4 f6 wäre Schwarz ok.

13...Lg7 13...Dc5!? verdient Beachtung.

14.d6 14.Lb5+ Ld7 15.Lxd7+ Sxd7 und 16.Txb7?? geht wegen 16...Dc4+ nicht.

14...e6 Eine Option war 14...0–0!? 15.Lxe7 (15.dxe7 Te8 16.Lb5 Sc6) 15...Te8 16.Sf3 Sc6 17.Lh4 Lg4 18.d7 Txe2 19.Dxe2 Lxd7 mit Kompensation für die Minusqualität.

15.Sf3 Sd7 15...Sc6 war natürlicher, worauf Weiß möglicherweise 16.Kg1 antwortet (16.g3 h6 17.g4 h5). 15...Sxf3? wäre wegen 16.Lb5+ Kf8 17.gxf3 ein Fehler.

16.Le7 Lf6 17.h4?! Weiß opfert noch einen Bauern. Besser wäre 17.Lxf6 Sxf6 18.Lb5+ Sd7 19.h4 0–0 20.h5 mit kompliziertem Spiel.

17...Lxe7 18.dxe7 Dc5 19.h5 Die Alternative war zuerst 19.Tc1 Dxe7 20.Tc7 0–0 und dann 21.h5.

19...Dxe7 20.Dd2 Sb6?! Ungenau. Einfacher war 20...0–0 21.Sg5 Sf6 22.hxg6 fxg6 und wenn 23.Lc4 dann 23...b5! 24.Lxb5 Tb8 25.Kg1 a6 26.Ld3 Txb1+ 27.Lxb1 Td8 mit Vorteil für Schwarz.

21.hxg6 21.Dh6 Df6 (21...Ld7 22.hxg6 fxg6 23.Se5 0–0–0 24.Df4) 22.hxg6 Dxg6 23.Lb5+ Ld7 24.Lxd7+ Sxd7 25.Dxg6 fxg6 26.Txb7 mit Kompensation für den Bauern.

21...fxg6 22.Sg5 22.Dh6 Ld7 23.Se5 wäre nur eine Umstellung zur Variante oben.

22...Ld7 23.Dc3? Nun verliert Weiß die Kontrolle. Andere Optionen wären: 23.a4!? 0–0–0 (23...Lxa4 24.Lg4 Ld7 25.Sxe6 Lxe6 26.Lxe6 Dxe6 27.Te1) 24.a5 Sd5 25.Lf3 Lc6 26.a6 oder 23.Db2 e5 24.Sf3 0–0 25.Sxe5 Lf5 26.Te1 und in beiden Varianten wäre die Lage immer noch unklar.

23...e5 24.f4? Wenn jetzt 24.Sf3 dann 24...0–0 25.Sxe5 Tae8 26.Lc4+ Sxc4 27.Dxc4+ Le6 mit klarem Übergewicht für Schwarz.

24...Tf8 25.Lf3 Txf4 26.Te1 Sc4 26...Tf5 wäre auch gut: 27.Se4 Lc6 28.Sg3 Txf3+ 29.gxf3 Sd7 30.Se4 0–0–0.

27.g3 Nach 27.Txh7 Dxg5 28.Th8+ Kf7 hätte Weiß zwei Fortsetzungen und beide sind unzureichend: 29.Th7+ (29.Txa8 Sd2+! 30.Kf2 (30.Dxd2 Txf3+ 31.Ke2 Lb5+) 30...Dh4+ 31.Ke2 Sxf3 mit entscheidendem Angriff.) 29...Ke6 30.Kg1 Lc6 31.Lxc6 bxc6 32.Tc7 Kd6 mit einer Figur mehr für Schwarz.

27...Dxg5? Fehlerhaft. 27...Tf8 war einfacher und wesentlich stärker: 28.Dxc4 Dxg5 29.Dd5 Dxg3 30.Dxe5+ Dxe5 31.Txe5+ Kd8 32.Kg2 Tc8 33.Txh7 Tc2+ 34.Te2 Txe2+ 35.Lxe2 Tf6 und das Endspiel mit zwei Bauern mehr wäre technisch leicht zu bewältigen.

28.gxf4 Dxf4 29.Txh7 0–0–0 30.Te4?? Weiß revanchiert sich ziemlich tollpatschig! Richtig war 30.Kg2 und nach 30...Dd4 31.Tc1 b5 32.a4 a6 33.Da5 e4 34.Lg4 Db2+ 35.Kg3 Da3+ 36.Kg2 Db2+ hätte Schwarz nichts anderes als Dauerschach.

Diagramm

30...Dxf3+! 31.Dxf3 Sd2+ 32.Kf2 Sxf3 33.Tc4+ Wenn 33.Kxf3 dann 33...Lc6.

33...Lc6 34.Tg7 Das Turmendspiel nach 34.Txc6+ bxc6 35.Kxf3 Td7 36.Th6 Td2 37.Txg6 Kc7 38.Te6 Txa2 39.Txe5 Td2 wäre leicht gewonnen, weil der weiße König abgeschnitten ist.

34...Sd4 35.Txg6 Tf8+ 36.Ke1 Sf3+ 37.Ke2 Sd4+ 38.Ke1 Kc7 Und den Rest wollte sich GM Repka ersparen. 0–1

GM Ilia Balinov / Heinz Herzog