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Aus dem Schacharchiv der Wiener Zeitung: Artikel: 963 vom 08.01.1999, Kategorie Kolumne

Vorentscheidung in der Staatsliga A: Merkur Versicherungen Graz überlegener Herbstmeister

Hatten sich die Grazer Versicherungsleute in den ersten drei Runden noch mit einem Schnitt von 4 Punkten pro Runde begnügt, mußten in Klagenfurt Fürstenfeld mit 1:5 und Softline Gleisdorf gar mit ½:5½ der Überlegenheit der Detter-Legionärstruppe einen hohen Tribut zahlen.

Nach Abschluß der Herbstsaison steht der Meister der Spielsaison 1998/99 praktisch fest. Interessant ist nur noch, wer wird Zweiter bzw. welche Vereine steigen ab.

Ergebnisse der 4./5. Runde

4.Runde: 12.12.1998

 Absam - Die Klagenfurter
Fürstenfeld - Merkur Versicherungen 1 5
Softline Gleisdorf - Hohenems 3 3
Austria Graz - Kufstein 4 2
Ottakring - Loosdorf 3 3
Hietzing - Wr. Neustadt 4 2

5.Runde: 13.12.1998

 Wr. Neustadt - Absam
Loosdorf - Hietzing
Kufstein - Ottakring
Hohenems - Austria Graz
Merkur Versicherungen - Softline Gleisdorf ½
Die Klagenfurter - Fürstenfeld

 

 Rg. Mannschaft + = - Pkt. MP.
1 Merkur Versicherungen 5 0 0 22½ 10
2 Hietzing 3 1 1 16½ 7
3 Ottakring 2 1 2 16½ 5
4 Wr. Neustadt 3 1 1 16 7
5 Die Klagenfurter 3 0 2 16 6
6 Loosdorf 2 2 1 16 6
7 Austria Graz 3 0 2 15½ 6
8 Fürstenfeld 2 1 2 13 5
9 Softline Gleisdorf 1 3 1 13 5
10 Hohenems 0 2 3 12½ 2
11 Absam 0 1 4 12 1
12 Kufstein 0 0 5 10½ 0

Zwei Spielproben aus Klagenfurt

Weiß: IM MMag G. Schroll (2400)

Schwarz: FM Dr. W. Dür (2310)

Antislawisch [A11]

Anm. IM MMag. G. Schroll

1. c4 c6 2. Sc3 d5 3. e3. Mehr oder minder Abseits der Theorie.

3. ... e5. So spielte auch einmal die bulgarische WGM Stefanova, ansonsten führten diesen Zug nur noch Computerprogramme aus.

4. Sf3 e4. Die kritische Fortsetzung bestand in 4. ... d4 5. Se4 usw.

5. Sd4 Sf6 6. cxd5 cxd5 7. d3 exd3?! 8. Lxd3 Sc6 9. Sxc6 bxc6 10. e4 Le7 11. exd5 cxd5 12. Lb5+!?. Ebenfalls zu erwägen war 12. 0–0!?.

12. ... Ld7 13. Da4 0–0! 14. Lxd7 Sxd7 15. Sxd5 Sb6. Schwächer war 15. ... Sc5 16. Dc4.

16. Sxb6 Dxb6. Falls 16. ... axb6, so 17. Db3 mit deutlichem Vorteil für Weiß.

17. 0–0 Lc5 18. b3 Tfe8 19. La3 Ld4 20. Tad1 Tad8. Unergiebig ist 20. ... Te4, wegen 21. Kh1, denn nun folgt auf 21. ... Tae8?? 22. f3 mit Gewinn.

21. Td2 Te4 22. Kh1 Tde8. Widerstand leistete 22. ... Dh6!?.

23. f3 Te1 24. Td1 Txf1+ 25. Txf1 Te6?!. Schwarz hofft aufgrund der Schwäche der zweiten Reihe noch im Trüben fischen zu können.

26. Td1 Lf6 27. Db4.

DIA9849.GIF (4933 Byte)

27. ... Dxb4?!. Hartnäckigeren Widerstand leistete 27. ... h6!?.

28. Lxb4 h5 29. g3 h4 30. Td2 h3. Aufopfernd gespielt, ist der h-Bauer a la long nicht zu halten.

31. Kg1 Te1+. Zeitnot hindert meinen Gegner, rechtzeitig aufzugeben. 32. Kf2 Th1 33. Ke3 Te1+ 34. Kf4 Tf1 35. Kg4 g5 36. Lc5 a6 37. Le3. Zum Sieg reichte auch 37. Tf2, oder 37. Lf2.

37. ... Kg7 38. Lxg5 Lxg5 39. Kxg5 Txf3. Auf 39. ... Tg1 folgt 40. Kg4 Tg2 41. Td6 mit Gewinn.

40. Kg4 Tc3 41. Kxh3 f6 42. Td7+ Kg6 43. Ta7. Der Turm gehört hinter die Bauern.

43. ... Tc6 44. Kg4 Tb6 45. h4 f5+ 46. Kf4 Tb4+ 47. Kf3 Tb6 48. g4 fxg4+ 49. Kxg4 und Schwarz gab auf: Weiß wandert gemächlich nach a5, holt den feindlichen a-Bauern ab und verfügt sodann über zwei verbundene Freibauern. Gegen diese Volkschulrechnung ist auch ein Dr. der Mathematik machtlos.


Weiß: IM S. Videki (2430)

Schwarz: FM Dr. H. Penz (2390)

Russisch [C43]

1. e4 e5 2. Sf3 Sf6 3. d4 Sxe4 4. dxe5 d5 5. Sbd2 Le7 6. Sxe4 dxe4 7. Dxd8+ Lxd8 8. Sg5 Lf5 9. Lc4 Lxg5 10. Lxg5 Sc6 11. Lf4 Sd4 12. 0-0-0 0-0-0 13. Le3 Sc6 14. Lxf7 Sxe5 15. Lb3 The8 16. h3 Txd1+ 17. Txd1 Le6 18. Lxe6+ Txe6 19. Ld4 Sc4 20. Te1 g6 21. f3 Sd6 22. Lc5 Kd7 23. Lxd6 Kxd6 24. fxe4 Ke5 25. Tf1 Tc6 26. g4 h6 27. h4 Tc4 28. Tf7 Txe4 29. Txc7 Txg4 30. h5 gxh5 31. Txb7 h4 32. Txa7 Kf4 33. Th7 Tg6 34. Tf7+ Kg3 35. Tf1 Kg2 36. Td1 Tf6 37. Td2+ Kg1 38. Td3 Kg2 39. Td2+ Tf2 40. Td4 h3 41. Tg4+ Kf3 42. Th4 h2 43. Txh6 Tf1+ 44. Kd2 h1D 45. Txh1 Txh1 46. c4 Ke4 47. Kc3 Ke5 48. a4 Kd6 49. Kb4 Kc6 50. Ka5 Th8. Weiß gibt auf.

ÖM Lothar Karrer